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Praxisgründung richtig vorbereiten
Qualitätsargumente und Wirtschaftlichkeitsaspekte zusammenführen

Praxisgründung richtig vorbereiten

Eine fundierte Planung und Beratung setzt schon vor der eigentlichen Gründung ein, das ist das Fazit von Volker Reichart, leitender Physiotherapeut des Sodenia Physio Plus in Bad Soden.

Vor einem Jahr wurde das „Sodenia Physio Plus“ gegründet, eine Praxis für Physiotherapie und mehr. Vor allem das „Mehr“ steht für Selbstzahlerleistungen, die neben Präventions- und Gymnastikkursen auch ein sogenanntes Physiotraining, wie sie das gerätegestützte Training nennen, beinhalten. Physio- und Bewegungstherapeuten stellen einen Trainingsplan auf, führen das Training durch mit dem Ziel, die Leistungs- und Belastungsfähigkeit ihrer Kunden zu steigern. Volker Reichart sprach mit Jill Spalt über die Praxisgründung.

Jill Spalt: Welche Überlegungen führten zur Gründung des Sodenia Physio Plus?

Volker Reichart: 2016 entstand ein neues Ärztehaus in Bad Soden. Dadurch ergab sich als Ergänzung der Bedarf an Therapie und Medizinischer Trainingstherapie, inklusive des Angebots von Selbstzahlerleistungen für Trainierende. Die Geschäftsführer des Physio Plus sahen darin ihre Chance, weiteres Patientenpotenzial im Einzugsgebiet zu betreuen, und schlossen sich zusammen, um mit der Planung für ein Therapiezentrum zu beginnen.

Jill Spalt: Wie ging die Planung vonstatten? Waren Sie sich über die Größe der Einrichtung im Klaren, haben Sie das Potenzial des Einzugsgebiets vorher eruiert? Wie kann man das in einem Zeitstrahl am besten darstellen?

Volker Reichart: In der ersten Planungsphase wurden Gespräche mit den Bauträgern geführt, um die notwendige Fläche dem Potenzial am Standort entsprechend zu gestalten. Parallel dazu wurden die Firmierung der Physiotherapie- Praxis und die Ante ile der Geschäftsführer festgelegt.

Aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels am Therapeutenmarkt konnte nur mithilfe einer Personalvermittlungsfirma schnell das nötige Personal für die Therapieeinrichtung gefunden werden. Das bestand zur Eröffnung aus mir als leitendem Physiotherapeuten und fünf weiteren Therapeuten in Voll- und Teilzeit sowie einem Sportwissenschaftler und zwei Rezeptionskräften. Es wurde bewusst ein so hoher Personalstamm gewählt, da dieses Team bereits vorher zusammengearbeitet hatte und durch die Nähe zu verschiedenen Ärzten von der ersten Minute an ein hohes Patientenpotenzial zu erwarten war. Das Team wird weiterhin – entsprechend der Geschäftsentwicklung – angepasst.

Eine umfassende Marktanalyse bestätigte die Tatsache eines hohen Patientenpotenzials. Betrachtet wurden unter anderem die folgenden Aspekte: Nachdem das Einzugsgebiet festgelegt wurde, konnte der Anteil an Privatpatienten eruiert werden. Weiterhin ging die Marktanalyse der Frage nach, wie viele Heilmittel im Einzugsgebiet verordnet werden, wie das Verschreiberpotenzial sich darstellt und wie sich die Mitbewerber gewichten.

Nach Abschluss der Marktanalyse und den ersten Gesprächen mit den Bauträgern konnten die Mietverträge unterzeichnet werden.

Die notwendigen Trainingsgeräte – entsprechend der Zulassungskriterien nach §124 SGB V – und eine umfangreiche Ausstattung für die Medizinische Trainingstherapie wurde mit Unterstützung der FREI AG ausgesucht und von den Geschäftsführern des Physio Plus bestellt.

Ein paar Monate nach unserer Eröffnung erweiterten wir die Einrichtung bereits um Räumlichkeiten für die Osteopathie, die Behandlung der Privatpatienten und für ein weiteres Back Office.

Jill Spalt: Haben Sie sich für die Planung externe Hilfe geholt? Wenn ja, in welchen Bereichen haben Sie auf Fachkräfte zugegriffen? Was würden Sie Ihren Kollegen diesbezüglich empfehlen?

Volker Reichart: Das Konzept und die Ausstattungsplanung erfolgten in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Mitarbeitern und Experten der FREI AG. Nach einem ersten Besuch in Kirchzarten und der Erprobung unterschiedlicher Geräte für den MTT-Bereich nahm ich später mit einem Kollegen bei einem der Inhouse Events nochmals mit dem Team des Unternehmens Kontakt auf und diskutierte erste Ansätze. Ein Zeitplan der „Next Steps“ wurde festgelegt.

Die Hilfestellungen, die Praxis im Sinn einer Kombination aus Trainingstherapie an Geräten und der klassischen Physiotherapie zu konzipieren, waren sehr gut und für mich richtungsweisend. Die Raumplanung war zu diesem Zeitpunkt weitestgehend abgeschlossen, sodass es hauptsächlich um die apparative Ausstattung ging. Der Vertriebsleiter des Schwarzwälder Unternehmens hat unseren Raumplan beim Inhouse Event den anderen Besuchern und der FREI Akademie vorgestellt und wir erörterten Vor- und Nachteile. So stehen Argumente der Qualität immer Aspekten der Wirtschaftlichkeit gegenüber. Mit Ihnen, Frau Spalt, stand mir als leitendem Physiotherapeuten auch Ihre Kollegin der FREI Akademie, Svenja de Buhr, von Beginn an beratend zur Seite. Sie verdeutlichten mir immer, dass die wirtschaftlichen Aspekte wichtig sind. Als Therapeut half mir diese Art der Unterstützung sehr.

Ein zentraler Punkt dabei ist die Überführung der Heilmittelpatienten in den zweiten Gesundheitsmarkt, um Kunden für die Trainingsfläche zu gewinnen. Die Betreuung, um diese Vorgänge auch umzusetzen, schätze ich ausdrücklich als sehr hilfreich ein für die Planung des Praxis betriebs und kann eine solche Beratung allen Kollegen, die sich mit derselben Aufgabenstellung auseinandersetzen, empfehlen.

Jill Spalt: Holen Sie sich jetzt, ein Jahr nach der Gründung, immer noch Ratschläge?

Volker Reichart: Die Kooperation dauert auch ein gutes Jahr nach der Eröffnung noch an. Ein regelmäßiger Austausch findet mit der FREI Akademie statt. Die Frage nach der Organisation, wie Patienten aus der Behandlung in den Selbstzahlerbereich zu überführen sind, ist dabei besonders wichtig. Es ergeben sich im Lauf der Zeit fortwährend neue Situationen, die ad-hoc-Entscheidungen und Handlungen erfordern. Dies wird in Abstimmung mit der FREI Akademie abgestimmt und von unserem Team umgesetzt.

Durch das Know-how des Marktes und die Kenntnis des eigenen Standorts sind die Ratschläge stets hilfreich und motivierend zugleich. Der Gerätehersteller führt in den Räumen unserer Praxis in regelmäßigen Abständen auch Schulungen durch, um Therapeuten für die Durchführung von Präventionskursen zu qualifizieren. Die Seminare finden bei den Kollegen großen Anklang und sind immer gut besucht.

Jill Spalt: Rückblickend auf das erste Jahr – was würden Sie anders machen und was genau wie gehabt?

Volker Reichart: Die Zusammenarbeit mit den Fachkräften aus der Industrie ist stets angenehm und konstruktiv. Die Umsetzung der Geräteausstattung mit den Vertriebsmitarbeitern erfolgte konkret und in gegenseitiger Abstimmung. Die Empfehlungen der Medizinprodukteberater gaben uns die Sicherheit, mit der Praxis auf dem richtigen Weg zu sein. Die weiterführende Kooperation mit der FREI Akademie hat sich bewährt und ich würde es genauso wieder machen. Der Blick auf die Umsatzzahlen ist ein ganz wichtiger Aspekt. Die genaue Planung der Betriebsentwicklung, mit regelmäßiger Kontrolle der Kennzahlen, ist, von unserer Seite her, noch zu verbessern.

Jill Spalt: Vielen Dank für das Gespräch.

 



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