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„Klein anfangen und langsam wachsen“
Tipps für den Praxis-Start und für bestehende Praxen

„Klein anfangen und langsam wachsen“Abb.: www.reha-neuhausen.de

In München gibt es 800 Physiotherapie-Praxen, die Zahl hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Der Praxisinhaber Markus Kling erklärt, wie er seine Münchner Praxis möglichst krisensicher aufgestellt hat

Drei Standorte mit drei Telefonnummern – das wurde dem Münchner Physiotherapeut Markus Kling schon nach einem Jahr zu viel: „Ich hatte ein Ganglabor mit Laufanalyse und Einlagenversorgung, dazu ein Physiotherapiezentrum, das eng mit einem Rückenzentrum zusammenarbeitete, und eine weitere Reha-Praxis gegründet“, berichtet der der 41-Jährige. „Die Organisation und Personalplanung überforderten mich aber schnell, sodass wir in neue Räumlichkeiten umgezogen sind, um alles an einem Ort zusammenzuführen.“

Seine große Reha-Praxis befindet sich mitten im gutbürgerlichen Stadtteil Neuhausen und ist optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die Frage, die sich Markus Kling in der Gründungsphase vor 10 Jahren stellte: Wie baue ich meinen Betrieb am besten auf, der jeden Monat die Miete für eine Fläche von 460 Quadratmeter und die Gehälter für mehrere – mittlerweile sind es 17 – Mitarbeiter erwirtschaften muss?

Seine erste Lösung: Er suchte sich zum Einzug zwei Partner – doch es stellte sich ziemlich schnell heraus, dass die beiden abspringen. Also nahm der Physiotherapeut all seinen Mut zusammen und bot einen Teil der Räume einem Untermieter an, um auf einer Fläche von 365 Quadratmeter sein eigenes Geschäft aufzubauen.

Die Praxismiete liegt in München oft bei 20 Euro pro Quadratmeter: „Anfangs waren die Kabinen mit 26 Quadratmeter viel zu groß, jetzt haben wir sie unterteilt und arbeiten dort mit jeweils zwei Therapeuten. Das lohnt sich finanziell wesentlich mehr.“

Tipps aus der Praxis

„Rückblickend würde ich niemanden empfehlen, gleich zu Beginn das große Ding drehen zu wollen, denn die finanzielle Belastung ist viel zu hoch“, so Markus Kling. „Man sollte sich gut überlegen, ob man die Praxis mit einem Partner führen will oder nicht. Denn dabei kommen oft wirtschaftliche Interessenskonflikte und unterschiedliche Fähigkeiten in der Betriebs- und Personalführung ins Spiel, die zu Problemen und zur Unzufriedenheit zwischen den Partnern führen können.“

Unterstützung von einem Wirtschaftsberater

Markus Kling hatte zwar zuerst in Vollzeit und später nebenberuflich Betriebswirtschaft studiert und sich dabei die elementarsten Grundkenntnisse für die Leitung seiner großen Praxis angeeignet. Doch nach dieser „intensiven Zeit“ war er erleichtert, als er einen Unternehmensberater kennenlernte, der ihm einen beruflichen Deal anbot: „Er hat mich drei Jahre beim Aufbau meiner Praxis beraten und ich habe ihm im Gegenzug wichtige Einblicke ins Gesundheitswesen vermittelt, die er für seine weiteren Aufträge nutzen konnte.“

Mit dem Coach besprach Markus Kling alles, was er brauchte, um seine Therapieeinrichtung als Dienstleitungsunternehmen zu positionieren, das sich in der Großstadt München behaupten kann. 2008 überführte der Physiotherapeut seine Therapieeinrichtung in die Reha Neuhausen GmbH und lernte von der Pike auf, was es bedeutet, genügend zuverlässige Zuweiser zu akquirieren.

„Wir haben einen Plan aufgestellt und innerhalb von 18 Monaten rund 40 Ärzte in der Umgebung besucht, hinzu kamen Vertreter von Sportverbänden und Unisportler. Die Gespräche haben wir gemeinsam nachbereitet und unsere Schlüsse daraus gezogen“, erklärt der Praxisinhaber, der bis zum jetzigen Zeitpunkt regelmäßigen Kontakt zu seinen Zuweisern hält. „Ich habe sechs Jahre rund um die Uhr gearbeitet und mir nur eine Woche Urlaub im Jahr gegönnt. Die Kraft hätte ich heute gar nicht mehr, aber mein damaliger Zeitaufwand hat sich allemal gelohnt.“

Über die Personalführung diskutierte der Münchner ebenfalls ausführlich mit seinem Berater, denn Theorie und Praxis sind doch oft zweierlei. „Als Physiotherapeut habe ich gelernt, meinen Patienten zu helfen. Ich arbeite immer noch voll mit und übernehme viele Behandlungen selbst, damit verbringe ich 35 Stunden pro Woche“, erzählt Markus Kling. „Doch wer macht sich schon kurz nach der Ausbildung Gedanken darüber, wo man qualifizierte Mitarbeiter findet und sie so anleitet, dass alles reibungslos abläuft und die Praxis obendrein genügend Geld abwirft?“



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