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Digitalisierung – und der Patient im Mittelpunkt
Der 6. opta data Zukunftstag für Gesundheitsberufe

Digitalisierung – und der Patient im Mittelpunkt

Unter dem Thema Versorgungsstrukturen im Spannungsfeld von Tradition und Innovation hatte das Unternehmen am 1. März 2018 ins Colosseum Theater in Essen geladen. Marktplayer in der Gesundheitsbranche, Vertreter der Berufsverbände und Krankenkassen diskutierten gemeinsam über die Zukunft im Gesundheitswesen.

Horizonte erweitern und neue Perspektiven zulassen und kennenlernen, um das Gesundheitswesen mitgestalten zu können – das war das Ziel, das Moderator Martin von Berswordt-Wallrabe gleich zu Beginn der Veranstaltung in den Raum stellte.

Im ehemaligen Krupp-Gebäude, im jetzigen Colosseum Theater Essen, trafen die verschiedenen Professionen von den Gehörakustikern über die Pflege bis hin zu den Ergo- und Physiotherapeuten zusammen. Andreas Fischer und Mark Steinbach, die Geschäftsführer der opta data Gruppe, begrüßten die ungefähr 200 Teilnehmer. In seinen einleitenden Worten stellte Mark Steinbach heraus, dass es das Anliegen von opta data ist, mit der Digitalisierung den Gesundheitsfachberufen Freiräume, vor allem in der Administration zu schaffen, um sich auf das Wesentliche, auf die Patienten zu konzentrieren. „Auch bei uns in der Gesundheitsbranche hält die Zukunft Einzug“, so seine Überleitung zu den folgenden Vorträgen und Diskussionsrunden.

Für den angekündigten SPD-Politiker, Dirk Heidenblut, der aus terminlichen Gründen absagte, war spontan Klaus- Jürgen Lotz, Präsident BIV OT, Bundesinnungsverband für Orthopädietechnik, eingesprungen. Er warf einen Blick auf die aktuelle Gesundheitspolitik und fand klare Worte. So kritisierte Lotz das beschlossene HHVG als „Flickwerk“ und stellte die Forderung, einmal über die Umverteilung des Geldes, das im Gesundheitssystem stecke, neu nachzudenken. „Wir haben 256 Milliarden Euro im letzten Jahr im GKV-System ausgegeben.“ Die Ausgaben für Heil- oder Hilfsmittel würden hingegen im einstelligen Prozentbereich liegen. Er trat für eine Entbürokratisierung ein und ließ sein Schlusswort in den Appell an die Verbandskollegen münden: „Wir sind gefordert aufzuzeigen, wie innovative Patientenversorgung in Zukunft aussehen kann.“

Über die Zukunft sprach dann Sebastian Fröse vom Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad e.V.) und berief sich auf den Pflegereport 2030 der Bertelsmannstiftung. Sie prognostiziert, dass zukünftig 500.000 Pflegekräfte fehlen würden. Er kam damit auf den Fachkräftemangel zu sprechen, den alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen zu beklagen haben. So begrüßte Fröse – im Hinblick auf das Thema – Robotik in der Pflege denn auch nicht als Gefahr, welche die Pflegenden überflüssig machen würde, sondern als unterstützende Assistenzsysteme.

Digitale Infrastrukturen könnten Verbesserungen bringen

Die erste Podiumsdiskussion, die den Vormittag abschloss, gestalteten Moderator Martin von Berswordt-Wallrabe mit den Diskutanten: Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des IFK e.V., Klaus- Jürgen Lotz als Präsident des BIV OT, Bernd Tews, Geschäftsführer bpa e.V., und Professor Dr. Christian Grüneberg vom Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften von der hsg in Bochum. Die Frage lautete: Sind die Infrastrukturen der Gesundheitsberufe noch zeitgemäß?

Ute Repschläger verneinte dies. Sie forderte den Direktzugang von Patienten zu Physiotherapeuten, ohne Umweg über eine Verordnung. „Es müsste zwischen den Berufen eine schnelle Datenautobahn geben“, so die Vorsitzende. Diese gewähre den Physiotherapeuten auch Einblick in die ärztlichen Einträge, sozusagen eine digitale Infrastruktur zwischen den Beteiligten, um Informationsverluste zu reduzieren. Klaus-Jürgen Lotz, Präsident BIV OT, schloss sich ihr an und verlangte mehr interprofessionelle Kommunikation. Aufseiten der Patienten werde, so prognostizierte Professor Grüneberg, die digitale Kompetenz ebenso ansteigen, weshalb er einen kulturellen Wandel kommen sieht und einforderte, die Technik nicht als Barriere zwischen den Menschen zu empfinden. 

Die Digitalisierung vermag es in der Physiotherapie, die Arbeit am Patienten zu erleichtern. Das führte Ute Repschläger an: zum Beispiel eine Skype-Betreuung der Betroffenen statt aufwendiger Hausbesuche. Vor allem in der häuslichen Patientenbetreuung könnte man so ressourcenschonender arbeiten. Ergänzend führte Professor Grüneberg in der Physiotherapie TheraAssist an. Ein Assistenzsystem, das auch die Integration des Patienten in die Arbeitsprozesse ermöglicht.

Daran anknüpfend erzählte Bernd Tews, Geschäftsführer bpa e.V., von der Gesundheitsakte in Estland. Dort seien Patienten die Eigentümer ihrer elektronischen Akten, in denen alles digitalisiert vorliege und auf die alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen zugreifen könnten. Der Patient sehe gleichzeitig, wer wann seine Patientendaten angesehen hätte – ein transparentes System. Zudem führte Tews an, dass vor allem in der Pflege ein Sprachsystem wie Alexa die Pflegedokumentation erheblich erleichtern könnte. 

Eine Verbesserung der Infrastruktur sah IFK-Vorsitzende Repschläger nicht nur in der Digitalisierung, sondern sie rief die Politik auf, endlich das elektronische Gesundheitsberuferegister zu realisieren, um die elektronischen Heilberufeausweise zu ermöglichen. Die politische Entwicklung für ihre Berufsgruppe begrüßte sie mit dem HHVG: „Wir sehen uns in vielen Bereichen wahrgenommen.“ Ein besseres Gehör aufseiten des Gesetzgebers wünschte sich jedoch Klaus-Jürgen Lotz. Er ist überzeugt: „Die Digitalisierung wird uns einen riesigen Sprung weiterbringen.“



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