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Zwei Konten
Für klare Übersicht – hohe Kontoführungsgebühren schrecken manche Existenzgründer wie auch Inhaber...

Zwei Konten© shutterstock.com / SFIO CRACHO

Hohe Kontoführungsgebühren schrecken manche Existenzgründer wie auch Inhaber kleiner Physiotherapie- Praxen ab, ein Geschäftskonto zu eröffnen. Damit geraten private und geschäftliche Finanzen früher oder später durcheinander. Ärger und ungewollter Einblick ins Privatleben kann die Folge sein

„Wer sich als Physiotherapeut selbstständig macht, sollte Privat- und Geschäftskonten von Beginn an trennen“, sagt Tilman Renz, Partner der Stuttgarter Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Binder, Hillebrecht & Partner (BHP). Renz hat Erfahrungen im Umgang mit Physiotherapie- Praxen und weiß, dass sich vor allem Existenzgründer mit der Kontotrennung schwertun. Auf den ersten Blick scheint ein Zweikontenmodell eher nachteilig zu sein: Zum einen sind Geschäftskonten in der Regel nicht gebührenfrei. Zum anderen ist es jedoch unüberschaubar alle Einnahmen und Ausgaben – egal ob privat oder geschäftlich – auf einem Kontoauszug zu sehen. Schlussendlich, sind bei Privatkonten im Fall einer Bankpleite die Einlagen besser gesichert – zumindest theoretisch.

„Dem gegenüber steht jedoch eine Reihe von Vorteilen“, findet Steuerberater Renz. Vielleicht mag es für manchen Therapeuten einfacher sein, alle Buchungen über ein Konto laufen zu lassen. Für seinen Buchhalter bedeutet das allerdings mehr Aufwand. Alle Buchungsposten, die nicht die Praxis betreffen, müssen beim Erfassen der Daten abgestrichen werden. „Übersichtlichkeit sieht anders aus“, sagt Renz und verweist obendrein auf den dann zu bezahlenden Mehraufwand beim Berater. Wer umgekehrt seine geschäftlichen Buchungen bargeldlos abwickelt, hat mit dem Kontoauszug des Geschäftskontos von der Bank das Fundament der Buchhaltung.

Prüfer von Privatem fernhalten

Es hilft nicht nur der Übersicht, zwischen Beruf und Privatem zu trennen. Denn durch die Kontotrennung wird deutlicher, ob ein finanzieller Engpass auf die Praxis oder auf zu große persönliche Anschaffungen zurückzuführen ist. Vorübergehender Geldrausch, verführen so nicht zum Konsum. Es empfiehlt sich sogar, sich selbst in Firma und Privatperson zu teilen, sich monatlich die gleiche Summe wie ein Gehalt aufs Privatkonto zu über weisen und höhere Überschüsse weitgehendst zu sparen anstatt zu verprassen.

Ebenso sollte an den Fall einer Betriebsprüfung gedacht werden. Besitzen Praxisinhaber nur ein Konto, so sieht der Finanzbeamte alle Buchungsposten. Auch die privaten, die niemanden etwas angehen. Selbst bei einem kleinen Entgelt finden Beamte oft Interesse an Privatreisen oder Kreditkarten- Abrechnungen. Sie reagieren eventuell misstrauisch, wenn es sich beim Reiseland um ein Steuerparadies, wie die Schweiz oder Luxemburg handelt. Selbst wenn ein Therapeut nur zu Besuch nach Liechtenstein gefahren ist, könnte dies die Stimmung bei der Betriebsprüfung kippen. Der Ehrgeiz der Finanzbehörden wird damit angestachelt. Renz rät daher, die Einblicke zu schließen und alle persönlichen Ausgaben über ein separates Konto zu verwalten. Das private Konto muss nicht vorgelegt werden!

Ein ebenso wichtiger Punkt, für die Trennung der Konten, ist die steuerliche Geltendmachung der Zinsen, die anfallen, wenn das Bankkonto überzogen wird. „Zinsaufwand, der betrieblich veranlasst ist, kann grundsätzlich steuerlich geltend gemacht werden“, sagt Steuerberater Renz. Rutscht das Konto allerdings wegen privater Ausgaben ins Minus, sind die fälligen Zinsen nicht abzugsfähig. „Eine Abgrenzung ist bei getrennten Konten besser durchführbar“, sagt der Berater. Ein weiterer Vorteil kommt zum Tragen, wenn das Geschäft schlecht läuft und ein Gläubiger das Konto sperrt. Wer nur eines hat, kann nicht mehr an sein Geld. Das Gleiche gilt zumindest vorläufig bei einer Pleite der Bank. Bis die Einlagensicherung der Banken oder die staatliche Garantie den Geldhahn wieder öffnet, kann es dauern. Zu empfehlen sind deshalb zwei Konten bei verschiedenen Geldhäusern.



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