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Zahlen bitte!
Therapie – eine Frage der Wirtschaftlichkeit

Zahlen bitte!

Seit Anfang des Jahres bewegt sich etwas in der Physiotherapie. Publikationen gehen auf die finanziell schlechte Lage der Berufsgruppe ein, Lösungswege werden mit dem HHVG in der Politik gesucht

Bereits beim ersten Messe-Treffen von Physiotherapeuten in diesem Jahr, auf dem 11. physiokongress im Rahmen der TheraPro in Stuttgart, stellte Mark Rietz, Praxisinhaber im Saarland, die Frage, ob mit einem Gehalt von 2.140 Euro netto ein Praxisinhaber eine Familie ernähren könne. Mark Rietz, gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des Berufsverbands IFK sprach damit eine Auswertung der IFK-Wirtschaftlichkeitsumfrage an, die ungefähr einen Monat später veröffentlicht wurde.

Publikationen zur wirtschaftlichen Lage

Am gleichen Tag publizierte auch der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) – Landesverband Bayern Teilergebnisse seiner Analyse der betriebswirtschaftlichen Situation von Physiotherapie-Praxen in Bayern, kurz PhysioPraX.

Beide Berufsverbände beklagen vor allem die schwierige ökonomische Lage von Inhabern kleinerer Praxen, die am Rande des Mindestlohns arbeiten. Zieht man den Rückschluss, große Therapieeinrichtungen wären wirtschaftlicher, so folgen dem unmittelbar zwei weitere neuralgische Punkte auf den Fuß: Der administrative Aufwand wie die Personalkosten steigen mit der Praxisgröße.

Aus diesem Grund erhebt PhysioPraX erstmalig in diesem Jahr einen Bürokratie- Index, der zwischen Bürokratie- Zeitindex und Bürokratie-Kostenindex unterscheidet. Der Kostenindex spiegelt wider, wie hoch der finanzielle Verlust durch Verwaltungsaufwand für Arztberichte, Rezeptprüfungen und Rezeptverwaltung anzusetzen ist. Der Kostenindex, so das Gutachten, steigt seit der ersten Erhebung im Jahr 2009 kontinuierlich an, und das stärker als der Zeitindex.

Laut IFK-Wirtschaftlichkeitsumfrage 2016 ist die Arbeitszeit für Verwaltungstätigkeiten um 19 Prozent gestiegen. Während also ein durchschnittlicher Praxisinhaber eine wöchentliche Arbeitszeit von 45,38 Stunden aufbringt (IFK-Wirtschaftlichkeitsumfrage), arbeitet der auf den ersten Blick wirtschaftlich erfolgreichere Praxisinhaber von größeren Praxen jedoch über 60 Stunden in der Woche (PhysioPraX).

Beide Untersuchungen beziffern die Personalkosten mit über 50 Prozent des Umsatzes. Der Heilmittel-Wirtschaftsbericht 2017, den Roy Kühne auf der therapie Leipzig im März 2017 vorstellte, geht sogar von nahezu 70 Prozent aus. Allerdings wird in dieser Berechnung der Unternehmerlohn mit einkalkuliert. Begründung: Die meisten Praxisinhaber arbeiten selbst am Patienten in ihren Therapieeinrichtungen.

Der Heilmittel-Wirtschaftsbericht 2017 vergleicht das durchschnittliche Netto- Gehalt von Physiotherapeuten mit dem anderer Professionen in ambulanten Praxen. Ein Netto-Gehalt knapp über 2.000 Euro – wie zuvor auch vom Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) und vom IFK angegeben – entspricht dem Niveau von Medizinischen Fachangestellten. Im Bericht wird festgehalten: „Während Arzthelfer eine Ausbildungsvergütung erhalten, müssen Heilmittelerbringer ihre Ausbildung überwiegend selbst bezahlen.“ Das mündet in einer der fünf Forderungen am Ende des Heilmittel-Wirtschaftsberichts 2017: Ausbildung muss staatlich finanziert werden.



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