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„Wenn ich nicht den Mut hätte, ...“
Die konsequente Verbindung von Physiotherapie und Personal Training

„Wenn ich nicht den Mut hätte, ...“

Physiotherapeut Bilal Al-Sarraj vereint in seiner Praxis Bilal in Münster mit seinem Team die Kombination räumlich und konzeptionell. Die Praxis ist an das Gesundheitszentrum B-Vital der Firma Brillux angeschlossen Dinge auszuprobieren 

Ob auf der Trainingsfläche im B-Vital oder in der Physiotherapie-Praxis Bilal – Patienten und Kunden werden von denselben „Physio-Personal Trainern“ betreut. THERA-BIZ sprach mit dem Praxisinhaber, mit Bilal Al-Sarraj.

Thera-Biz: Wie würden Sie Ihr Erfolgsrezept kurz darstellen?

Al-Sarraj: Wir synchronisieren Personal Training und Physiotherapiebehandlung. Wir haben eine eigene Arbeitsmethode, eine eigene Arbeitsphilosophie entwickelt und sind von dieser Arbeit überzeugt. Wir arbeiten von der Tiefe zur Oberfläche hin. Wenn wir in der Manuellen Therapie einen Körperbefund, ein Krankheitsbild behandeln, dann gehen wir immer von den Tiefenstrukturen nach außen, also immer direkt am Gelenk, am Kapselbandapparat, von der tief liegenden Muskulatur zur oberflächlichen. Und das Ganze funktionell, nie eindimensional, immer mehrdimensional. Gelenke manipulieren, stabilisieren und mobilisieren wir. Immer das gleiche Muster – und beim Training ist es genau so.

Wir sind der Überzeugung, dass wir dadurch die Probleme, die Beschwerden, aber auch die sportlichen Ziele nachhaltiger erreichen als durch ein konventionelles Training.

Wir haben viele Trainingsmethoden und Applikationen, wodurch wir den Körper mit verschiedenen Trainingsreizen provozieren. So kann sich der Körper nicht an die Belastungen und an die Trainingsreize gewöhnen.

Hinzu kommt der Faktor Zeit. Unsere Patienten haben wenig Zeit. Und wir versuchen, sie so effektiv es geht, zu behandeln. Ich trainiere mein Team beispielsweise auf Reaktionsgeschwindigkeit. Wir verlassen uns sowohl auf die Diagnose des Arztes als auch die Symptome, die der Patient uns beschreibt. Beispiel: Sie kommen zu uns und sagen, Sie hätten in der Lendenwirbelsäule Schmerzen, relativ zentral liegend, manchmal ziehe es auch bis in die rechte Pobacke runter. Dann fragen wir weiter, was für eine Arbeit Sie ausüben, wie viel Sie schlafen. Aufgrund der vielen Informationen können wir Sie dann anatomisch als auch klinisch klassifizieren. Dann überlegen wir uns den Behandlungsplan und die Trainingsziele.

Wir, mein Team und ich, versuchen 100-prozentig hinsichtlich der Bedürfnisse und der Ziele individuell auf den Betreffenden einzugehen.

Bei Ihnen sind Physiotherapeuten auch Personal Trainer. Weshalb?

Ja, alle sind Physio-Personal Trainer. Jeder Trainer bei mir ist examinierter Physiotherapeut. Sie haben eine spezielle interne Fortbildung hinter sich, nicht nur in KGG. Interne und externe Fortbildungen garantieren dasselbe Basiswissen für alle. Der Vorteil besteht darin, dass der Physio-Personal Trainer die Grenzen des Körpers eines Patienten einzuschätzen weiß, weil er ihn behandelt hat. Da wir uns genau mit der Bindegewebsphysiologie beschäftigen, haben wir einen effektiven Einfluss auf das Training. Das ist die Besonderheit. Er kann sich viel mehr in seine Körpermechanik einfühlen.

Zudem entsteht bei uns keine Routine, wir arbeiten stets nach den neuesten Erkenntnissen und sind stets auf dem aktuellsten Stand. Wir arbeiten sehr persönlich. Wir haben ein Betreuungsverhältnis von 1:1, was auch die Motivation der Patienten fördert. Zudem schleichen sich durch die konstante Anleitung keine Fehler in den Übungen ein.

Kommt ein Patient mit einem Rezept für KGG, dann erhält er in anderen Praxen oft einen entsprechenden Trainingsplan, bekommt die Übungen einmal gezeigt und muss allein unter Aufsicht die Trainingseinheiten abarbeiten. Das ist bei uns nicht so! Bei uns wird jedes Rezept 1:1 mit dem Physio-Personal Trainer durchgeführt. Wir setzen neue Reize durch Variationen in den Übungen, den Applikationen und den Methoden. Unser Erfolgsrezept ist die Betreuung 1:1.

Das Zirkeltraining

Rainer Mehl, Key Account Manager des Geräteherstellers Technogym, berät zusammen mit seinem Team Bilal Al-Sarraj, den er schon lange kennt. Schon in der Planung seien sie schnell übereingekommen, denn das Unternehmen konnten den Vorstellungen von Bilal Al-Sarraj, so wie er sich das wünschte, abdecken. Die Geräte hätten seine Vorstellungen 1:1 erfüllt, sogar übertroffen, so freut sich Rainer Mehl. Bezüglich des Zirkeltrainings hebt Rainer Mehl die Besonderheiten des Geräts hervor: „Das Gerät hat viele Facetten, ist vielseitig einsetzbar auch von kleinen Gruppen. Es besteht kein Verletzungsrisiko, obwohl die Einstellungen leicht und einfach zu variieren sind. So ist auch die 1:1-Betreuung für den Therapeuten leichter. Der Patient bzw. Kunde trainiert an einem Gerät verschiedene Übungen bei kurzen Wegen. Zudem ist der Platzbedarf gering.“

Reinhild Karasek im Gespräch mit Rainer Mehl

Welche Herausforderung sehen Sie für Physiotherapie-Praxen in der Zukunft?

Die Organisation. Alles steht und fällt mit der Rezeption. Wenn man keine Privatpatienten, wenn man kein Personal Training hat, wird es schwer sein, zu überleben. Ich bin froh, so einen hohen Anteil an Privatpatienten und Selbstzahlern zu haben. Die gesetzlich Versicherten geben auf der anderen Seite von sich aus für ihre Gesundheit kein Geld aus. Das muss aktiv angesprochen, das muss viel mehr kommuniziert werden – auf vertrauliche Art und Weise, also auch ehrlich. Und das muss geschult werden.

Das unternehmerische Denken – kann man das lernen?

Dazu gehört Wissen und Mut. Man kann viele Dinge ausprobieren, man kann auch Fehler machen. Mein Vater sagt immer: „Fehler zu machen ist gut, wenn man daraus lernt.“ Das bringt einen weiter. Wenn ich nicht den Mut hätte, Dinge auszuprobieren, dann wäre ich jetzt nicht da, wo ich bin. Und man sollte als Therapeut nicht nur Fortbildungen absolvieren, die einen fachlich weiterbringen. Nein, auch mal Schulungen in Verkauf, in Kommunikation und Motivation – mal etwas anderes, das, was als Unternehmer wichtig ist.

Was hat Sie unternehmerisch geprägt?

Mich hat am meisten die Offenheit geprägt. Ich habe mir viel Wissen angeeignet, gehe auf zahlreiche Veranstaltungen, bin offen, andere Berufsgruppen kennenzulernen und zuzuhören. Das Wichtigste ist meines Erachtens das Zuhören. Summa summarum: Lernen aufrichtig zuzuhören. Und die Menschen ernstnehmen, sodass der andere spürt, hier ist jemand, der mich versteht.

Mit dieser Offenheit haben Sie auch den Weg zum B-Vital einschlagen können ...

... ja, ohne die Verantwortlichen und das professionelle Team von Brillux hätte ich das nie hinbekommen. Ich habe sehr viel von ihnen gelernt. Zuvor wurde ich von unterschiedlichen Unternehmen gebucht. Ich richtete intern Arbeitsplätze ein, zeigte Entspannungsübungen und aktive Übungen und hielt Kurzvorträge. Aber so in diesem Stil – mit einem betriebseigenen Gesundheitszentrum, in dem ich meine Arbeitsphilosophie und meine Ideen verwirklichen konnte – das ist neu.

Mit den Krankenkassen arbeiten wir auf der Basis eines Präventivprogramms zusammen. Wir bauten spezielle Kurse auf, bieten Animationstraining im Free Style Training an sowie Zirkeltraining (siehe Kasten). Da die Mitarbeiter nicht in die Firma gehen wollen, nannten wir das Gesundheitszentrum nicht Brillux-Vital, sondern B-Vital. Und es wird außerordentlich gut angenommen. Interne Umfragen ergaben, dass fast 50 Prozent das Gesundheitszentrum nutzen.

Sie verzichten auf Verträge oder Mindestlaufzeiten!

Ich wollte keinen Zwang ausüben. Personal Training ist etwas Persönliches. Und jeder Klient sollte nur so lange bei uns bleiben, solange er sich wohl fühlt. Eine bestimmte Eigenmotivation muss schon da sein. Abgerechnet wird am Ende des Monats. Personal Training kostet 80 Euro pro Stunde, 10er-Karte 800 Euro inklusive einer Gratisstunde. Es gibt außerdem ein halbstündiges Training für 40 Euro. Das erste Training und das Anamnesegespräch sind kostenlos. Das hat mit einem gegenseitigen Vertrauen zu tun, sonst macht es gar keinen Sinn. Und wir stehen da mit geschwellter Brust und zeigen, dass wir es nicht nötig haben. Da unsere Mitarbeiter keine Mitgliedschaften zu verkaufen haben, können sie sich auf ihre Arbeit konzentrieren.

Ergeben sich Synergien für Ihre Praxis?

Ja, klar. Patienten setzen im B-Vital das KGG-Rezept um und Brillux-Mitarbeiter können meine Praxis aufsuchen. Bei vielen, die Vorbehalte gegen Fitnesstraining hegen, bauen wir so sogar Berührungsängste ab und zeigen im Training, wie das geht. Schwuppdiwupp sind die drüben. Wenn es Akutpatienten in der Firma Brillux gibt, dann rufen die an und wir kommen sofort vorbei als Direct Access, da ich auch Heilpraktiker-Physiotherapeut bin. Wir betreuen die Betroffenen kurzfristig und verweisen sie eventuell an einen Arzt oder behandeln sie selbst weiter. Ungefähr 25 Prozent unserer Patienten kommen von Brillux. Als ich mich 2009 selbstständig gemacht habe, konnte ich einen stabilen, noch heute existierenden Patientenstamm mitnehmen.

Welche Herausforderung gehen Sie als Nächstes an?

Wir wollen wachsen und uns als Gesundheitszentrum B-Vital und Praxis Bilal in Münster fest etablieren und die Beratung „tunen“. Zum Beispiel entwickeln wir gerade eine App für Hausaufgaben. Dafür drehen wir selbst mit dem Patienten ein Video, in dem er seine Übungen macht, und nehmen das mit der Stimme des Therapeuten auf. Zudem gibt es eine Erinnerungsfunktion, wann der Patient wieder in die Praxis kommen soll. Unser Ziel ist es, unabhängig vom Training, unsere Patienten zu schulen. Wir planen ein ganzheitliches Konzept, in das Ernährung, Erholung, Beruf, Familie sowie Sport miteinfließen. Sozusagen: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Auch unter dem Faktor „Zeit“ gesehen, denn es muss alles heutzutage zeitoptimiert ablaufen. Und wenn wir schon etwas machen, dann wollen wir es richtig machen.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die weitere Zukunft. Das Interview führte Reinhild Karasek.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe zu Besuch im B-Vital

Das unternehmenseigene Gesundheitszentrum B-Vital mit angeschlossener Physiotherapie-Praxis wurde im Dezember 2015 eröffnet und setzt mit umfassenden Gesundheitsprogrammen und Beratungsangeboten sowie einem integrierten Konzept aus Physiotherapie-Praxis und Fitness- sowie Präventionsangeboten Maßstäbe im Bereich der Gesundheitsförderung für Mitarbeiter. Die konzeptionelle Verzahnung von Präventionssport, Fitness und einer angeschlossenen Physiotherapie-Praxis ist in der Region einzigartig. Am 7. April 2017 besuchte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe das Gesundheitszentrum B-Vital und lobte das Konzept als gutes Beispiel für Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz.



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