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Protest und Demo in Leipzig
Physiotherapeuten fordern die Politik und gehen in die Öffentlichkeit.

Protest und Demo in Leipzig

„Kommen Sie lieber der Politik mit einer Lösung, mit der Sie leben können. Sonst kommt die Politik mit einer Lösung, mit der Sie leben müssen.“ So fasste Dr. Roy Kühne seine bisherige Erfahrung in der Politik zusammen auf der Protestveranstaltung des SHV (Spitzenverband der Heilmittelverbände e.V.) am Samstag, 21. März 2015 um 12.00 Uhr, im Rahmen der therapie Leipzig in der Glashalle auf dem Messegelände. Zur Kundgebung kamen ein paar Hundert.

Im SHV sind die physiotherapeutischen Berufsverbände IFK, Physio-Deutschland (ZVK) und VPT vertreten sowie der Deutsche Verband der Ergotherapeuten (DVE). Deren Vertreter waren erschienen: Arnd Longrée, Vorsitzender des Deutschen Verbandes der Ergotherapeuten e.V., Heidrun Kirsche, stellvertretende Vorsitzende des IFK und zuständig für „Ostangelegenheiten“, VPT-Bundesvorsitzender Karl-Heinz Kellermann und Vorsitzende Andrea Rädlein von Physio-Deutschland (ZVK).

Bundestagsabgeordneter Kühne, der erste gewählte Physio- und Sporttherapeut im Deutschen Bundestag, sprach sich auf der Protestversammlung auf der Messe für den qualifizierten Therapeuten explizit für den Direktzugang aus. Mit dem Blanko-Rezept sähe er einen ersten Schritt in Richtung First Contact. Diesem Konzept zufolge – Modellversuche laufen schon in diese Richtung – würde der Arzt nur noch physikalische Therapie als solche verschreiben, der Therapeut würde nachvollziehbar für Patient und Krankenkasse entscheiden, was und wie er es tut. Als Beispiel benannte er auch den sektoralen Heilpraktiker, über dessen Umweg es für Physiotherapeuten bereits in dieser Art und Weise möglich ist.

Dr. Roy Kühne ist in der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er hat ein Arbeitspapier zusammengestellt, in dem er sich für eine bessere Vergütung, eine Modernisierung der Ausbildung, eine stärkere Verantwortung der Therapeuten, bessere Arbeitsbedingungen und eine Einbindung in die Telematik mit der elektronischen Gesundheitskarte ausspricht. Das thematisierte er auf der Kundgebung in Leipzig und kündigte an, dass er in der folgenden Woche mit der AG Gesundheit seiner Fraktion im Bundestag das Positionspapier nochmals besprechen werde und forderte die Teilnehmer auf, die Bevölkerung zu informieren und aufzuklären. Das Positionspapier kam mit den postulierten Forderungen dann auch knapp eine Woche später in die Öffentlichkeit und sorgte für Diskussionen, die sich hauptsächlich um den Direktzugang drehten.

Karl-Heinz Kellermann forderte zum Abschluss der Kundgebung noch auf: „Wir müssen uns lautstark präsentieren.“ Das taten dann auch die Therapeuten in der Innenstadt von Leipzig. Dort rief um 14.00 Uhr an der Nikolai-Kirche der Bund vereinter Therapeuten (BvT) zu einer Demonstration auf. Ihr Ansatz verfolgte das Gleiche, was der Bundestagsabgeordnete Kühne zuvor gefordert hatte: Sie wollen die Öffentlichkeit, die Patienten und Mitmenschen, auf sich aufmerksam machen und damit aufklären.

Das Postulat nach einem höheren Verdienst sowie für mehr Zeit am Patienten, statt für die bürokratische Dokumentation um den Patienten herum, haben sie lautstark vertreten. Die Leipziger Volkszeitung zählte in ihrem Online-Beitrag vom gleichen Tag 1.000 Demonstranten.

Reinhild Karasek



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