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Praxisnachfolge
Teil 1 – Vorbereitung und Planung Jedes Jahr stehen viele hundert Physiotherapie-Praxisinhaber in...

Praxisnachfolge© Ruslan Guzov / Shutterstock.com

Jedes Jahr stehen viele hundert Physiotherapie- Praxisinhaber in Deutschland vor der Situation, einen Nachfolger finden zu müssen, weil sie den verdienten Ruhestand genießen möchten. Aber oft wissen die Inhaber einer Praxis überhaupt nicht, was dafür zu tun ist, wie sie sich darauf vorbereiten können und was geplant werden muss.

Es herrscht große Unklarheit darüber, wie der Wert und damit der Übernahmepreis zu ermitteln ist. Häufig sind die Möglichkeiten der Nachfolgesuche, die Verhandlungsinhalte, der Informationsbedarf seitens der Interessenten und letztlich der gesamte Ablauf einer Erfolg versprechenden Übergabeplanung nur unzureichend bekannt.

Wir möchten in einer Artikelserie, die mit dieser Ausgabe von Thera-Biz startet, das Thema beleuchten und dabei sowohl die Praxisinhaber wie auch die interessierten Nachfolger informieren.

Der richtige Zeitpunkt ist Gold wert

Lassen Sie uns mit einem der größten Probleme anfangen. Wie bei vielen gewerblichen Betrieben warten die meisten Praxisinhaber mit der Nachfolgeregelung oft zu lange und sind häufig überhaupt nicht gut vorbereitet. Das schadet ihnen selbst – denn es verhindert, dass sie mit einer langfristigen Planung den Wert der Praxis verbessern. Ansonsten kann sich der Verkaufserlös schmälern und im schlimmsten Fall wird sogar die Übergabe an einen jüngeren Nachfolger im Ganzen gefährdet.

Viele Institutionen als auch Fachverbände beschäftigen sich mit dem Thema, aber trotzdem sehen die Inhaber einer Praxis oder eines Gesundheitszentrums offenbar keinen Änderungsbedarf. Kaum zu glauben, doch Analysen wie die Studie des Deutschen Industrie- und Handelstages 2014 belegen: Werden Unternehmer und Freiberufler, die ihre Nachfolge nicht geregelt haben, nach dem Grund befragt, antworten 66 Prozent, sie seien noch „zu jung“ und das habe „keine Priorität“. Tatsächlich ist mehr als die Hälfte der Befragten jedoch über 60 Jahre alt, fast 30 Prozent ist sogar älter als 65 Jahre!

Leider ist festzustellen, dass sich eine Physiotherapie-Praxis mit dem fortschreitenden Alter des Inhabers nicht immer positiv weiterentwickelt. Im Gegenteil, oft wird die laufende Instandhaltung sukzessive verringert und neue Investitionen in Ausstattung wie Einrichtung werden vermieden.

Manchmal gehen mit der Zeit auch die Honorareinnahmen zurück, weil wichtige Zuweiser selbst in den Ruhestand gehen und deren Praxis geschlossen wird. Ein Generationswechsel in der Praxis eines wichtigen Verordners führt ebenfalls relativ häufig dazu, dass sich der junge Mediziner ein eigenes Netzwerk aufbaut – oder sogar eigene Kooperationspartner mitbringt.

Für jeden Praxisinhaber werden diese Überlegungen sicherlich selbsterklärend sein:

Nur für eine florierende Praxis werde ich einen Nachfolger finden. Der Praxiswert bemisst sich nach dem Gewinn, den ich regelmäßig, jedes Jahr ausweise. Je höher also die Betriebsergebnisse waren und sind, desto mehr steigt der Wert. Eine Praxis, die einen veralteten Eindruck hinterlässt, gegebenenfalls sogar verbraucht und mitgenommen aussieht, wird auch bei guten Einnahmen- und Ergebniszahlen keinen vernünftigen Preis erzielen können. Qualifizierte Nachfolger sind in der Physiotherapie schwer zu finden: Viele Therapeuten scheuen die Selbstständigkeit grundsätzlich, die meisten verfügen über kein Eigenkapital. Meine Praxis kann ein wesentliches Element meiner eigenen Altersvorsorge sein. Ich sollte alles dafür tun, um diesen Wert zu optimieren – und zwar rechtzeitig.

Der Mühe Lohn: der Praxiswert

Wie die Inhaber von Gewerbebetrieben beginnen auch Praxisinhaber häufig zu spät mit der Nachfolgeplanung. Verblüffend ist jedoch ein Unterschied. Firmeninhaber überschätzen oft den Wert ihres Betriebes und verlangen einen zu hohen Kaufpreis – damit gefährden sie ihre Nachfolge. Für Physiotherapeuten gilt hingegen: Viele schließen irgendwann ganz einfach ihre Praxis in der Annahme, dass es sowieso keinen Nachfolger gibt oder es „nichts zu verkaufen gibt“. Genau das stimmt so nicht!

Einer der wichtigsten Themenbereiche und gleichzeitig der häufigste Grund für das Scheitern von Verhandlungen und von Nachfolgeregelungen: der Praxiswert.

Um zunächst ein hartnäckiges Vorurteil auszuräumen: Der Wert einer Physiotherapie-Praxis bemisst sich nicht nach der Einrichtung, der Ausstattung, den nett dekorierten Praxisräumen. Der Inhaber muss sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass der Praxiswert ganz elementar vom regelmäßig ausgewiesenen Gewinn, also vom Betriebsergebnis abhängt.

Primär bezahlt ein Nachfolger also einen Kaufpreis für einen „Ertragswert“ – die Einrichtung und Ausstattung ist völlig sekundär zu sehen.



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