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Präventionskurse durch Physiotherapeuten
Nutzung der rechtlichen Grundlagen

Präventionskurse durch PhysiotherapeutenAbb.: © rcx - Fotolia.com

Nutzung der rechtlichen Grundlagen des § 20 SGB V zur Abrechnung mit den Krankenkassen

Gesundheitskurse in Fitness-Studios mit Unterstützung durch die Krankenkassen sind noch sehr selten. Als Bewegungsexperten, die sich auch mit den entsprechenden Paragrafen auskennen, können Physiotherapeuten eine Brücke bauen zwischen diesen beiden Bereichen und selbst als Kursleiter davon profitieren, indem sie in den Fitness-Studios als Anbieter von Kursen tätig werden. Nehmen Sie aktiv mit einem Studio Kontakt auf und erläutern Sie dem Fitness-Studio die Vorteile.

Gesetzliche GrundlagenFür die Frage der Anerkennung von Kursen zur Prävention sind die Regelungen im Sozialgesetzbuch, insbesondere § 20 SGB V, für die Krankenkassen maßgeblich, einschließlich des GKV-Leitfadens Prävention – für die Umsetzung des § 20 SGB V beschlossen – in der jeweils gültigen Fassung.In § 20 SGB V findet sich der folgende Passus: § 20 SGB V Prävention und Selbsthilfe(1) Die Krankenkasse soll in der Satzung Leistungen zur primären Prävention vorsehen, die die in den Sätzen 2 und 3 genannten Anforderungen erfüllen. Leistungen zur Primärprävention sollen den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern und insbesondere einen Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen erbringen. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen beschließt gemeinsam und einheitlich unter Einbeziehung unabhängigen Sachverstandes prioritäre Handlungsfelder und Kriterien für Leistungen nach Satz 1, insbesondere hinsichtlich Bedarf, Zielgruppen, Zugangswegen, Inhalten und Methodik.(2) Die Ausgaben der Krankenkassen für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben nach Absatz 1 und nach den §§ 20a und 20b sollen insgesamt im Jahr 2006 für jeden ihrer Versicherten einen Betrag von 2,74 Euro umfassen; sie sind in den Folgejahren entsprechend der prozentualen Veränderung der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 des Vierten Buches anzupassen.

Fitness-Studios und Krankenkassen – ein Verhältnis, das in den letzten Jahren nicht selten von gegenseitigen Missverständnissen geprägt war. Zum einen haben viele Fitness- Studios nicht verstanden, was und in welcher Form sich eine Zusammenarbeit mit Krankenkassen verwirklichen lässt. Zum anderen wusste manch ein örtlicher Mitarbeiter von Krankenkassen nicht immer umzusetzen, was die jeweiligen Zentralen bereits beschlossen hatten.

Das größte Missverständnis scheint aber nach wie vor in der Frage der Umsetzung von Präventions- bzw. Gesundheitskursen im Sinne des § 20 SGB V zu bestehen – bis hin zur missbräuchlichen Nutzung dieser gesetzlichen Möglichkeit.

Im folgenden Beitrag sollen daher zunächst die aktuell gültigen Eckpunkte zum § 20 SGB V im Überblick nochmals aufgeführt und entsprechend kommentiert werden. Richtig verstanden, bietet sich dann in diesem Feld durchaus eine äußerst interessante Chance auch für gesundheitsorientierte Fitness-Studios, so dass Sie sich als Physiotherapeut auch damit ein zweites Standbein aufbauen können.

Als Ziel ist in § 20 also lediglich global „... den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern ...“ genannt – dieses dann noch unter besonderer Berücksichtigung der Verminderung sozialer Ungleichheit. Das wiederum kann über verschiedene „Zugangswege“ geschehen, entweder im sogenannten „Setting“ bzw. der „Lebenswelt“ wie beispielsweise Kita, Schule, Betrieb, oder im „individuellen Ansatz“ wie in Bewegungskursen.

Für Fitness-Studios kommen in erster Linie die „klassischen Präventionskurse“ infrage. Diese richten sich an die einzelnen Versicherten – das wäre der individuelle Ansatz – und sollen dazu befähigen und motivieren, sich gesundheitsförderlich zu verhalten, sich also zum Beispiel mehr zu bewegen.

Eventuell ist das eine oder andere Fitness-Studio daran interessiert, sich auch im Bereich Setting als Anbieter zu profilieren. Hier sind vor allem Betriebe interessant (§ 20a SGB V). Um aber dort ernst genommen zu werden, sollte das Studio sich in jedem Fall zunächst unter dem Stichwort BGM bzw. BGF (Betriebliches Gesundheitsmanagement bzw. Gesundheitsförderung) eine entsprechende Kompetenz angeeignet haben. Dann kann auch dieser Zugangsweg durchaus gangbar sein.

GKV-Leitfaden Prävention

Zur konkreten Umsetzung des Oberziels „Gesundheitszustand verbessern“ mussten vom Spitzenverband der Krankenkassen gemeinsam mit unabhängigen Sachverständigen sogenannte „Handlungsfelder“ und auch die „Kriterien für Leistungen“ definiert werden. Diese legen fest, welche Leistungen im Sinne dieses § 20 erbracht und von den Krankenkassen anerkannt und vergütet werden können.

Das ist schon vor Jahren passiert, immer wieder überarbeitet worden und in der jeweils aktuellen Fassung ausführlich im sogenannten „GKV-Leitfaden Prävention“ nachzulesen. Wer sucht, der findet also diese wichtige Information am besten unter dem Stichwort GKV, da der „GKV-Spitzenverband“ der „Spitzenverband Bund der Krankenkassen“ gemäß § 217a SGB V ist.

Entscheidend für die Umsetzung der Präventionskurse nach § 20 SGB V ist also der GKV-Leitfaden Prävention. Darin legt der GKV-Spitzenverband in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene die sogenannten inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen im Sinne der §§ 20 bzw. 20a SGB V fest, die für die Leistungserbringung vor Ort verbindlich gelten.

Die Kenntnis des Leitfadens und die Beachtung seiner Regeln ist also unabdingbar, wenn Sie einen Präventionskurs von den Krankenkassen anerkennen lassen möchte.

Maßnahmen, die nicht den in diesem Leitfaden dargestellten Grundlagen entsprechen, dürfen von den Krankenkassen nicht im Rahmen von § 20 und § 20a SGB V durchgeführt oder gefördert werden. Das betrifft im Bereich der Fitness-Studios vor allem das Individualtraining oder das ausschließliche oder überwiegende Training an stationären Fitnessgeräten.



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