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Physiotherapie und Fitness bewegen sich aufeinander zu
Ein Praxisbeispiel

Physiotherapie und Fitness bewegen sich aufeinander zu

Das Functional Training wird in Fitness-Studios angeboten und gewinnt immer mehr Beachtung in der Physiotherapie. Was kann die Physiotherapie vom Gesundheitstraining lernen?

„Aus Rosbach kommt das gute Wasser, das eigentlich jeder kennt!“, lacht Yannik Hoenig, Clubmanager der Sportwelt Rosbach. Für Rosbacher Urquell hatte Michael Schumacher lange Werbung gemacht. Das Einzugsgebiet der Anlage, die Yannik Hoenig führt, geht weit über die Stadtgrenzen der hessischen Stadt hinaus, die ca. 12.000 Einwohner zählt und im Wetteraukreis liegt.

Der Geschäftsführer feierte nach einer 10-wöchigen Umbauzeit im September 2015 die Neueröffnung des Gesundheitszentrums mit neuen und erweiterten Möglichkeiten, welche die trainingstherapeutischen Ziele des Zentrums noch mehr unterstreichen. Ein Beispiel, wie sich Gesundheitstraining und Physiotherapie annähern. THERA-BIZ sprach mit Yannik Hoenig.

THERA-BIZ: Weshalb haben Sie sich zum Umbau entschlossen?

 

Brauchen Menschen, die vom Allgemeinmediziner oder Orthopäden zu Ihnen kommen wirklich ein anderes Ambiente?

Die klassischen Athleten, die kommen aus einer ganz anderen Motivation ins Fitness-Studio. Für die ist es nicht so wichtig, dass vom Design her ein Ambiente geschaffen wird. Aber wenn jetzt Patienten zu uns kommen, ist es entscheidend, dass die sich bei uns wohlfühlen. Denn das hat etwas mit Motivation zu tun. Der Arzt hat den Reha-Sportler geschickt. Da müssen die Rahmenbedingungen auf jeden Fall mehr stimmen als bei einem Athleten oder Sportler, der von Haus aus eine viel größere Grundmotivation mitbringt. 

Woher kommen Ihre Kunden?

Ungefähr 40 Prozent unserer Mitglieder kommen aus dem Reha-Sport-Bereich, das heißt, die werden vom Arzt geschickt. Wir bewegen uns in zwei Feldern. Zu 80 Prozent in der Orthopädie und zu 20 Prozent in der Inneren Medizin. Die Reha-Sportler absolvieren ihre Verordnung und 70 Prozent von ihnen nutzen dann aber auch die weiterführenden Trainingsangebote zu Selbstzahlerkonditionen. Die anderen 60 Prozent der Neuzugänge kommen hälftig auf Empfehlung bestehender Mitglieder und die andere Hälfte über die Homepage, über Marketingmaßnahmen, die wir ergreifen, und über Kooperationspartner.

Wie wollen Sie die hohen Investitionskosten amortisieren?

Die Gesamtinvestition lag bei ungefähr 500.000 Euro. Wir haben das Ziel 100 neue Mitglieder aufzunehmen. Über die Zahl der Mitglieder amortisiert sich dann die Investition. Da wir in den vergangenen Jahren in viele weitere Zusatzleistungen für unsere Mitglieder investiert haben, sind die Beiträge auch gestiegen. Auch daraus ergeben sich dann Spielräume für Neuinvestitionen.

Sie sprechen von einer steigenden Preisstruktur. Die Kunden haben das mitgemacht? Wie sieht Ihre Preisstruktur denn aus?

Mehr Leistung kostet auch mehr Geld.

Welchen Stellenwert hat das funktionelle Training bei Ihnen als Selbstzahlerleistung?

Wir bieten das seit 2014 an. Die Nachfrage war immer da. Aber je mehr wir uns als Lösungsexperten positionierten, dass wir gezielt auf Probleme eingehen können, sei es bei Osteoporose, Bandscheibenvorfall, Arthritis, Kalkschulter oder Hüftgelenk, desto höher war auch die Nachfrage. Wir haben uns als Gesundheitsdienstleister positioniert und Vertrauen in unsere Marke, die Sportwelt Rosbach, aufgebaut. Die Nachfrage hat selbstverständlich auch mit dem Vertrauensverhältnis zum Trainer oder Therapeuten zu tun.

Dieser sagt den Kunden, für den Trainingserfolg müsse der nächste Schritt gegangen werden. Und wenn wir das die Trainierenden spüren lassen beim Trainertermin, dann verstehen sie, dass es sich um alltagsnahe Belastungen handelt. Bildlich gesprochen: Was nützt es dir, wenn du an einem Trainingsgerät mit einer geführten Bewegung die PS antrainierst, aber die PS nicht auf die Straße bekommst. Im Zirkel trainieren sie die einzelnen Muskeln, aber das Zusammenspiel der Muskeln, die Koordination der Muskeln, das lernen sie im funktionellen Training. Die speziellen Fälle, es dominieren die orthopädischen Krankheitsbilder, werden dann auch von einem Physiotherapeuten und nicht von einem Trainer betreut. 

Kann sich Ihrer Meinung nach das funktionelle Training als Selbstzahlerleistung für Physiotherapie-Praxen etablieren? Können Sie das empfehlen?

Absolut. Es muss natürlich wirtschaftlich kalkuliert werden. Es ist sicherlich schwierig, das permanent in einem 1:1 Verhältnis im klassischen Personal-Trainer-Bereich abzubilden, weil das Ganze auch für die Teilnehmer dann sehr kostspielig wird. Wir machen das in kleinen Gruppen, das bedeutet, wir führen im persönlichen Training die Teilnehmer an das funktionelle Training heran und arbeiten danach in Kleingruppen. In diesen sogenannten Intensiv-Betreuungszeiten ist ein Trainer oder Therapeut, der die Aufsicht führt, im funktionellen Bereich, stellt kleine Programme zusammen und baut Übungsabfolgen auf.

Welchen Vorteil hat eine Kleingruppe und welche Aufgabe kommt dem Therapeuten zu?

Uns ist sehr wichtig, dass das Ganze sehr kommunikativ gestaltet wird. Denn den Trainierenden macht es ja auch mehr Spaß untereinander. Sie bauen auch soziale Kontakte auf, wenn klar ist, dass jeden Dienstagmorgen sich dieselben im funktionellen Übungsbereich treffen. Die kennen sich dann schon untereinander und haben Spaß zusammen. Es wird Musik angemacht und der Therapeut motiviert und animiert natürlich auch. Dann haben die Leute ein besseres Gefühl beim Training, als wenn alles bieder und ernst wäre. Der Therapeut fördert die Gruppe. Letztendlich ist doch nur die Überführung in den Selbstzahlerbereich, in ein selbstständiges langfristiges Trainieren, für viele Patienten der Weg aus dem Teufelskreis. Deshalb haben unsere Trainer und Therapeuten von vornherein die Einstellung, dass sie mit unseren Kunden länger zusammenarbeiten, über Wochen, Monate und Jahre statt über ein 6er-KG-Rezept.

Auf was sollten Physiotherapeuten aufgrund Ihrer Erfahrung bei der Einrichtung achten?

Man sollte eine Basisausstattung haben. Mir war es aber von Anfang an wichtig, dass der Raum nicht gleich voll ist mit allem, was es gibt. Sondern ich wollte eher regelmäßig nachlegen. Die Leute freuen sich immer, wenn sie etwas entdecken können. Von Zeit zu Zeit wollen sie auch wieder eine neue Herausforderung. So alle zwei bis drei Monate bestellen wir ein neues Equipment, einfach, um den Leuten immer mal wieder etwas Neues anbieten zu können. Und über den Katalog kann ich für kleines Geld immer wieder nachlegen. Ich würde es genauso wieder machen. „Der Spielplatz für Erwachsene“, wie wir es nennen, wird immer mehr nachgefragt. Das Konzept für den Raum beinhaltete die Raumausstattung, das Preiskonzept und die Refinanzierung wurde besprochen, aber auch die Installation einer Musikanlage zur Animation und Beschallung. Mit dem Ausbilder zusammen wurden 30-minütige Work-outs konzipiert, so dass wir jeden Morgen und Abend für die Trainierenden einen Event anbieten können mit Musik und einem Zirkel mit 8 Stationen. Das Gesamtkonzept mit Trainingsplänen, das hat den Erfolg ausgemacht.

Vielen Dank für das Gespräch. Das Interview führte Reinhild Karasek.



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