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„Mit den Menschen der Region ins Gespräch kommen“
Die AOK Ostwürttemberg baut auf eine All-in-one-Lösung

„Mit den Menschen der Region ins Gespräch kommen“

Muskelfunktionsdiagnostik sowie Balance-Check, Beweglichkeitsanalyse und Stress-Test zusammen mit der Software aus einer Hand – das hat Guido Deis, Leiter der Gesundheitsförderung AOK Ostwürttemberg, begeistert

Die AOK Ostwürttemberg kommt ihrem gesetzlichen Auftrag hinsichtlich Prävention und Gesundheitsförderung schon seit Jahren nach. In Sportvereinen und Unternehmen des Landes ist Guido Deis mit seinem Team aus acht Trainern unterwegs und nimmt die entscheidenden Messungen mit dem VitalcenterPlus vor. Mit THERA-BIZ sprach er über seine Erfahrungen.

THERA-BIZ: Herr Deis, Sie haben lange mit der Muskelfunktionsdiagnostik gearbeitet und haben sich nun für ein neues Konzept entschieden. Warum?

Guido Deis: Wir haben das Vitalcenter- Plus Anfang dieses Jahres erworben, weil es eine All-in-one-Lösung bietet. Zudem werden die Messdaten über die Software immer schön einheitlich abgebildet. Mit den einzelnen Messungen haben wir schon jahrelange Erfahrungen gemacht, etwa mit Stressoder mit Balance-Messungen. Zuvor hatten wir andere unterschiedliche Hersteller, nun haben wir mit VitalcenterPlus alles in einem. Denn wie für uns wollen wir auch unseren Kunden, unseren Versicherten ein Angebot aus einem Guss bieten, in dem die ganzen Messwerte enthalten sind. Und das alles hat das VitalcenterPlus. Ich muss nicht mehr wie früher von einem Programm in das andere wechseln. Allerdings können wir noch nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Doch bereits mit dem EasyTorque waren wir in der Muskelfunktionsdiagnostik sehr zufrieden, weshalb wir nach acht Jahren eine zweite Station Ende 2016 hinzugenommen haben.

Welche Kunden sprechen Sie mit der Muskelfunktionsdiagnostik an?

Wir führen ständig Aktionen durch. Heute Abend sind wir beispielsweise schon wieder zu einem Handballverein unterwegs. Hier in Ostwürttemberg, in dieser Region, haben wir es uns zum Ziel gesetzt, den Spielermannschaften – sei es Fußball-, Handball- oder anderen Mannschaften – zu helfen, ihre Stärken und Schwächen zu analysieren. Wie ist die Muskulatur trainiert? Wo sind die Stärken? Wo gibt es Entwicklungspotenzial? Wir möchten das den Sportlern zeigen. Denn wenn sie das wissen, können sie gezielt trainieren. Die AOK als Gesundheitskasse verspricht sich natürlich davon, dass dieses systematische Training Verletzungen vorbeugt.

In wie vielen Vereinen führten Sie eine Muskelfunktionsdiagnostik durch?

Jedes Jahr bieten wir das von Neuem an. Das waren schon mehrere hundert Vereine, in denen wir die Diagnostik durchführten. Bei den Fußballern sind wir beispielsweise schon im fünften Jahr unterwegs. Das waren bestimmt weit über 300 Mannschaften. Wir beraten nicht als AOK alleine, sondern wir steuern das immer über die zuständigen Verbände, sei es der baden-württembergische Fußballverband oder Handballverband. Wir schreiben die Verbände an, stellen ihnen unser Angebot vor und teilen ihnen die Anmeldekriterien mit. Die Anzahl der durchgeführten Messungen hängt von den eingehenden Rückmeldungen ab, da sich die Vereine dann direkt bei uns melden. Es werden jedes Jahr so 60, 70 Vereine sein. Die kommen aus den unterschiedlichsten Sparten, auch Leichtathleten sind dabei. Bei den Läufern sind wir sogar sehr stark und bei Laufveranstaltungen dabei. Sie können sich jede Sportart vorstellen. Wir könnten ebenso zu den Volleyballern gehen. Es wird stets spezifisch das ausgemessen, was die Sportart am meisten fordert.

Und wie ist das Feedback?

Wir könnten es nicht in diesem großen Ausmaß betreiben, wenn wir nicht sehr gutes Feedback bekommen würden. Zum Beispiel kann ein Fußballspieler eine solche Leistungsdiagnostik im Leistungszentrum in Freiburg an der Uni-Klinik machen, was letztendlich aber entsprechend kostet.

Wir hingegen untersuchen und messen vor Ort, in seinem Verein, auf seinem Sportplatz. Und der Sportler selbst hat gar keinen Aufwand. Er erhält eine Analyse und kann sich mit seinen Mitspielern vergleichen. Der Trainer bekommt eine Mannschaftsauswertung, sodass er sieht, wo seine komplette Mannschaft steht. Das gibt ihm die Möglichkeit, sein Training gezielt darauf auszurichten. Sie sehen, da profitieren mehrere davon. Das Individuum, das seine Ergebnisse bekommt, aber auch das Team, die Mannschaft und letztlich auch der Trainer.

Auch aus Betrieben erhalten wir Feedback. Dort profitieren die Mitarbeiter, weil sie sehen: „Aha, ich tu vielleicht zu wenig, ich sollte etwas tun.” Das sind gute Impulse. Und natürlich bekommt das Unternehmen, selbstverständlich anonymisiert, auch Auswertungen. Wir sagen beispielsweise, wie es gerade um die Rückenkraft einer Messgruppe steht. Wie sieht es pro Rücken aus? Sind die jetzt in der Referenz oder deutlich darunter? Hierdurch motivieren wir die Betriebe, im betrieblichen Umfeld eine Maßnahme anzubieten.

Die Muskelfunktionsdiagnostik bieten Sie also auch im Bereich BGF verschiedenen Unternehmen an, richtig?

Das ist unser zweiter Einsatzbereich: das betriebliche Gesundheitsmanagement. Wir betreuen außerordentlich viele Betriebe und sind wöchentlich in einem Unternehmen, beteiligen uns an Gesundheitstagen oder anderen Aktionen. Ein wichtiges Modul ist die Leistungsdiagnostik, was durch die Muskelfunktionsanalyse abgebildet werden kann. Dort stellen wir hauptsächlich den Rücken in den Mittelpunkt, während es beim Fußballer natürlich die Beine sind. Im Umfeld des Büros oder des produzierenden Gewerbes schauen wir uns zuerst einmal um, informieren uns, wie die Leute belastet werden. Nach dieser Arbeitsplatzanalyse untersuchen wir das Muskelkorsett. Wie viel Schutz haben die Arbeitnehmer, um diese Tätigkeit auszuführen, ohne dabei mittelfristig oder langfristig geschwächt zu werden, sich zu verletzen oder Abnutzungserscheinungen hervorzurufen? Und das ist mit dieser Diagnostik sehr schön darzustellen. Wir zeigen den Istzustand auf und vergleichen das mit einem Sollzustand. Damit wollen wir die Teilnehmer motivieren, aktiv zu werden, um den Sollzustand anzustreben. Nur wenn der Mitarbeiter erkennt, dass er hier Entwicklungspotenzial hat, ist er auch affin, etwas dafür zu tun. Und da hilft uns diese Untersuchung sehr.

In wie vielen Unternehmen haben Sie so eine Muskelfunktionsdiagnostik schon durchgeführt?

In den Betrieben bieten wir das schon seit über 10 Jahren an. Wir betreuen hier mehrere hundert. Es ist eine große Zahl, so sind wir diese Woche ebenfalls mit der Muskelfunktionsdiagnostik wieder unterwegs. Übrigens ebenso im eigenen Betrieb! Es wird unseren eigenen Mitarbeitern angeboten. Das ist das interne Betriebliche Gesundheitsmanagement. Wir tun das, was andere tun, natürlich auch für unsere Mitarbeiter.

Wie sind Sie denn schon vor Jahren darauf gekommen, das als Leistung der AOK anzubieten?

Wir haben eine Philosophie. Wir sind als gesetzliche Krankenversicherung in der gesetzlichen Pflicht. Durch den §20 SGB V besteht eine gesetzliche Pflicht der Krankenversicherung, ihren Versicherten über gesundheitliche Risiken aufzuklären und dazu beizutragen, dass deren Gesundheit gestärkt wird. Das ist also kein Marketing-Gag.

Wir hatten uns überlegt, welche Strategie wir fahren können, um die Menschen zu erreichen. Nur den Zeigefinger hochzuhalten und zu sagen, „Macht!“, „Tut!“ – das reicht nicht. Ich muss den Leuten zuerst mal erklären, warum Sie etwas tun sollen. Die Selbsterkenntnis wecken, das wollten wir. Über die Messungen ist es möglich, sich mit einer Referenz am Durchschnitt der Bevölkerung zu vergleichen: Bin ich im Referenzbereich oder bin ich schlechter oder sogar besser? Und das kann der Auslöser sein, zu beginnen, überhaupt etwas zu tun. Oder später die Erkenntnis: „Mensch, das bringt was, wenn ich etwas tu!“

Das ist unser Ziel, unsere Philosophie: den Menschen dort abzuholen, wo er ist. Um ihm dann wieder Folgemöglichkeiten aufzuzeigen, wie er sich gesundheitsförderlich verhalten kann und wo er Möglichkeiten hat. Zu seinem persönlichen Wohl. Und der Arbeitgeber sagt, wenn ich eine gesündere Belegschaft habe, ist das gut. Mittelfristig spare ich dadurch Kosten. Ist ja klar.

Und wie kamen Sie auf die All-in-one-Lösung?

Ich stehe mit dem Unternehmen in einem sehr guten Kontakt. Und im Gespräch habe ich mal gesagt, ich bräuchte so eine All-in-one-Lösung, sodass ich nicht von fünf verschiedenen Herstellern irgendetwas erhalte sowie den Support und den Service. Das haben wir jetzt mit dem VitalcenterPlus erworben. Wir haben einen Ansprechpartner, der liefert uns das Ganze. Und ich bekomme es einheitlich dargestellt. Ich brauche weniger Software, die im Hintergrund läuft, und beim Service und Support habe ich ebenso nur einen Ansprechpartner.

Und es ist für uns es ein guter, sehr guter Ansatz, mit den Menschen hier in der Region ins Gespräch zu kommen. Wir geben in der Folge auch Tipps, was derjenigen tun könnte. Das Messen alleine ist es ja nicht. Es muss danach was folgen. Das möchten die Menschen.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg weiterhin.

Das Interview führte Reinhild Karasek.



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