Thera-bizDas Magazin für Ihren wirtschaftlichen Erfolg

- Anzeige -

- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -
- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -

Erfolgreich gestartet
Nach anfänglicher Skepsis kristallisieren sich schon jetzt die Vorteile heraus

Erfolgreich gestartet

Die Praxis von Markus Neumann liegt im hessischen Büdesheim, nordöstlich von Frankfurt. Der Ortsteil gehört zur Gemeinde Schöneck, das mit zwei anderen Ortsteilen ungefähr 13.000 Einwohner zählt. Markus Neumann hat mit dem Gerätetraining in seiner Praxis „Praxis für Physiotherapie & Prävention“ gerade angefangen. Er startete mit einer Informationsveranstaltung im November 2014. THERA-BIZ hat es interessiert, wie sich jetzt – ein knappes halbes Jahr später – alles entwickelt hat.

Der Selbstzahlerbereich ist in einem separaten Raum angesiedelt, getrennt von der Praxis, in einem Ärztehaus. Der Raum ist 65 qm groß. Dort stehen acht Geräte als Zirkel, dann noch drei Cardiogeräte. Es gibt einen kleinen Umkleideraum, eine Toilette und einen kleinen Lagerungsraum. Anfang Juni wird in dem Gebäude noch ein weiterer Raum mit 20 bis 23 qm frei. Markus Neumann erwägt bereits, auch diesen Raum hinzuzunehmen.

THERA-BIZ: Herr Neumann, Sie haben vor sechs Jahren die Praxis über-nommen und haben sich jetzt für die Einrichtung eines Gerätezirkels als Selbstzahlerbereich in Ihrer Praxis entschieden. Wie kam es dazu?

Markus Neumann: Die Gründe sind, dass ich selber sehr sportlich bin und auch immer schon die Patienten gerne dazu motiviert habe, selber aktiv zu werden. Es gibt das Heilmittelbudget und der Arzt stellt immer weniger Verordnungen und Folgeverordnungen aus. Und da wird natürlich gefragt: Herr Neumann, was kann ich denn weiter machen? Ich habe immer versucht, den Patienten so zu therapieren, dass ich ihn erst am Anfang mit passiven Techniken behandelt habe, um den Schmerz zu nehmen. Später dann habe ich in der Kürze der Behandlungszeit und der Behandlungsanzahl versucht, ihn anzuleiten, aktiv etwas zu tun. Was natürlich sehr schwer fällt bei sechs Anwendungen. Es haben deshalb viele Patienten nach einem Fitness-Studio oder nach Kursen gefragt, die ich empfehlen könnte. Aber oft kam keine so gute Rückmeldung: keine Betreuung, kein Personal, kein Fachpersonal und die Leute hatten immer mehr Pro- bleme. Jemand hat mich mal gefragt: Kann man das nicht unter einen Hut bringen, kann man das nicht selber weitermachen? Man kennt die Leute, die Leute haben durch die Behandlung schon Vertrauen gewonnen. Dementsprechend hat man auch einen guten Zugang zu ihnen. Das war in jedem Fall auch für mich ein entscheidender Grund gewesen, das Gerätetraining zu integrieren.

Was gab den Ausschlag, das Ende 2014 dann auch zu realisieren?

Mit dem Gedanken spielte ich eigentlich schon lange, aber der Mut, so was auch technisch umzusetzen, hat gefehlt. Ich habe mir Geräte angeschaut, aber dann gesehen, was die kosten, und habe dann relativ schnell einen Rückzieher gemacht. Ich konnte es mir irgendwie nicht vorstellen, dass es sich auch finanziell rechnet. Ich wollte dieses Risiko nicht eingehen. Letztendlich hat Stefan Vedder* mich aktiv kontaktiert. Er hat mir das mal richtig ausgerechnet und den speziellen Zirkel vorgestellt. So kam dann der entscheidende Schritt. Ich hatte auch die Möglichkeit, erst mal diesen Gerätezirkel vier Monate kostenfrei zu testen. Das war für mich ein wichtiger Grund. Denn wenn es jetzt schief gelaufen wäre, dann wäre ich aus der Geschichte mit einem kleinen finanziellen Verlust rausgekommen. So war die Sache für mich sicher. Und dann habe ich gesagt: Jetzt probierst du den Schritt.

Am 25.11.2014 war die Informationsveranstaltung, mit der Sie Ihr Gerätetraining und Ihren Selbstzahlerbereich der Öffentlichkeit vorstellten?

Genau. Im Vorfeld haben wir die Ver-anstaltung in der lokalen Presse und mit Flyern und Plakaten beworben. Die Veranstaltung hat mit sehr großem Zuspruch stattgefunden und am Ende konnten sich die Teilnehmer in Listen eintragen, wenn sie Interesse hatten, ein Probetraining und eine Einweisung zu bekommen. Und ab dem 26.11. ging’s dann los.

Wie viele waren bei der Informationsveranstaltung und wie viele haben sich eingetragen?

Wir haben einen Raum mit 120 Stühlen angemietet. Die Veranstaltung sollte um 19:00 Uhr beginnen, um 10 vor 7 waren 120 Stühle besetzt. Es kamen noch weitere Leute, so 10 bis 15, die im Stehen zugehört haben und weitere 10 mussten wir wegschicken. Es war einfach wegen Überfüllung geschlossen! Nach der Veranstaltung hatten wir schon ca. 90 Leute, die sich in die Liste eingetragen haben.

Wie ging es dann weiter?

Wir haben den Leuten erst mal ein kostenfreies Training angeboten. Sie sind an den Geräten eingestellt worden, haben dann auch schon eine Trainingsrunde am Zirkel absolviert und konnten dann noch weitere fünf Mal kostenfrei am Zirkel trainieren. Danach mussten sie sich wieder bei mir melden. Wir haben uns zusammengesetzt und alles besprochen: Wie hat es gefallen? Gab es etwas, das Probleme gemacht hat? Können Sie sich vorstellen weiterzumachen? Ich habe dann die Kostenstruktur erklärt, die wir hier haben, und darauf haben die Leute dann einen Mitgliedsvertrag geschlossen. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Sie können das für ein Jahr machen. Das Ganze kostet dann 59,95 Euro im Monat. Für 24 Monate fallen 49,95 Euro im Monat an. Ich habe dann noch einen Partnertarif eingeführt, bei dem es 5 Euro Rabatt pro Person gibt. Es hatten viele Ehepaare danach gefragt. Also 44,95 Euro für 24 Monate und 54,95 Euro für 12 Monate.

Wie viele Mitglieder haben Sie jetzt?

Ich habe aktuell 90 Mitglieder, die sind aber nicht alle aus der Veranstaltung. Das Ganze wächst ja noch weiter. D.h. es sind Kunden dabei, die davon gehört haben, dass es etwas Neues unten im Ärztehaus gäbe. Das macht die Nachbarin, die Schwägerin und daraufhin haben wir natürlich Telefonanrufe bekommen oder es kamen Leute vorbei, die gefragt haben, was macht ihr da. Es gab noch genug neue Interessenten, die das vom Hörensagen mitbekommen haben. Ich kann Ihnen jetzt aber nicht die genaue Zahl der Einweisungen nennen, die wir jetzt mittlerweile durchgeführt haben.

Wie viele von den Mitgliedern kamen aus dem Probetraining?

Bestimmt 65 würde ich jetzt mal sagen.

Haben Sie sich bezüglich der Mitgliederanzahl Ziele gesetzt?

Natürlich, aber man muss auch die Kapazität der Räume sehen. Die ist ja relativ begrenzt. Man kann nicht allzu viele dazu nehmen, denn dann leidet ja ein bisschen die Qualität. Vorerst ist das Ziel: 120 Personen. Ich denke, dass wir da relativ schnell hinkommen.

Haben Sie ein Probleme, den Menschen den Unterschied zwischen Fitness-Studio und Gerätetraining in der Physiotherapie-Praxis zu erklären?

Die Leute können das sehr gut unterscheiden, da viele bereits sehr gute Er-fahrungen mit Physiotherapie gemacht haben. Ein bisschen haben wir ja doch auch etwas von einem „Arzt“ und da haben sie ein ganz anderes Vertrauen, weil wir letztendlich die Fachleute für den Bewegungsapparat sind. Es sind einige dabei, die mich zuvor als Therapeuten bzw. meine Praxis kennengelernt haben und dadurch eben auch das Vertrauen haben, dass sie bei mir an der richtigen Adresse sind. Im Fitness-Studio sind Leute, mit denen haben sie vielleicht mal kurz persönlich gesprochen, aber da ist das Vertrauen nicht so da. Wenn ich den Patienten‚ 6 x 20 Minuten in der Praxis habe, dann habe ich mich mit ihm immerhin schon mal zwei Stunden befasst und dann kenne ich den schon deutlich besser als jemand im Fitness-Studio.

Wie hoch waren die Investitionskosten?

Der teuerste war schon der Elektriker mit 2.500 Euro, da das Gebäude für die Einrichtung der Geräte nicht optimal war. Dann jemand für das WLAN. Die Kosten für den Vortrag der Heilpraktikerin und für die Flyer, die über die Zeitung verteilt wurden, kamen noch hinzu. Dann die Werbemaßnahmen in der Zeitung. Ich würde mal sagen so 5.000 Euro.

Es gibt Physiotherapeuten, die sich zwar für den Selbstzahlerbereich interessieren, aber noch unsicher sind. Welche Vorteile würden Sie denjenigen aufzählen.

Ganz wichtig ist, dass man nicht so abhängig von den Ärzte-Verordnungen ist. Man weiß ja nie, wie sich der Markt entwickelt. Dann hat man zumindest ein zweites Standbein über den Selbstzahlerbereich. Ein weiterer Vorteil ist, dass nach der Einweisung der Kunde selbstständig an den Geräten trainieren kann und die Folgekosten bzw. die Folgezeit für die Betreuung ist recht gering. Wenn man das jetzt ausrechnet, was man so in der Praxis verdient oder im Fitnessbereich, dann ist das schon eine lukrative Sache. Und es sorgt letztendlich auch für ein bisschen Abwechslung im Arbeitsalltag. Jeden Tag 8 Stunden an der Liege zu stehen über einen Zeitraum von vielleicht 35 bis 40 Jahren ist auch nicht immer für jeden machbar.

Welcher Satz von einem Kunden hat Sie am meisten gefreut?

Ich habe einen, der hat im Winter immer Holz gemacht und hatte dabei riesige Rückenprobleme. Dieses Jahr hat er zum ersten Mal sein Holz ohne Schmerzen gemacht.

Aufgrund des Gerätetrainings?

Natürlich sind psychologische Gründe auch dabei, aber er war einer der ersten Stunde. Und vor etwa drei bis vier Wochen hat er diesen Satz gesagt. Man kann bereits in der kurzen Phase etwas erreichen! Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Reinhild Karasek.

* Stefan Vedder hat Markus Neumann beraten und auf seinem Weg begleitet. Weitere Details zu den Hintergründen, zur Informationsveranstaltung selbst lesen Sie hier.



Loggen Sie sich jetzt ein und lesen Sie den gesamten Beitrag!


« zurück

Bitte aktualisieren Sie Ihren Internet Explorer.
Internet Explorer 8 herunterladen
Ihr Online Team