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Der Physiotherapeut als sektoraler Heilpraktiker
Ein Exkurs zur Entwicklung in der Rechtsprechung.

Der Physiotherapeut als sektoraler Heilpraktiker © Monika Wisniewska / Shutterstock.com

Wie fing das eigentlich alles an? Wie ist es heute mit dem Zusatz: sektoraler Heilpraktiker? Rechtsanwalt Dr. Hans Geisler geht der Frage nach.

Eine Klage brachte alles in Bewegung

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat im August 2009 (Aktenzeichen: 3 C 19.08) der „Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, beschränkt auf das Gebiet der Physiotherapie“ den Weg geebnet. Danach kann die Heilpraktiker-Erlaubnis auf die Ausübung der Physiotherapie beschränkt werden. Ein ausgebildeter Physiotherapeut muss sich zur Erlangung einer solchen Erlaubnis einer eingeschränkten Überprüfung seiner Kenntnisse und Fähigkeiten unterziehen. Die Entscheidungsgründe sind interessant, weil sich das Gericht eingehend sowohl mit dem Berufsstand des Physiotherapeuten als auch mit dem des Heilpraktikers auseinandergesetzt hat. Geklagt hatte ein Physiotherapeut. Die Erteilung einer auf den Bereich der Physiotherapie beschränkten Heilpraktiker-Ausbildung war zuvor abgelehnt worden mit der Begründung, die Heilpraktiker-Erlaubnis sei unteilbar. Eine Ausnahme bestehe nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes nur für das Gebiet der Psychotherapie. Nach Meinung des Gerichtes würden einem Physiotherapeuten für eine eigenverantwortliche Krankenbehandlung die nötigen diagnostischen Kenntnisse fehlen. Ein Physiotherapeut könne auf Anweisung eines Arztes tätig werden, sei jedoch nicht ausreichend befähigt, eine Erstdiagnose zu stellen und mögliche Kontraindikationen zu erkennen.

Bewilligung unter Vorbehalten erteilt

Das Verwaltungsgericht hatte dem Kläger, dem Physiotherapeuten, bereits in einem Urteil vom 9. Juli 2008 recht gegeben. Das Verwaltungsgericht verlangte nicht einmal eine weitere Überprüfung des Physiotherapeuten für die Bewilligung der Erlaubnis. Die Behörde rief das Bundesverwaltungsgericht zur Überprüfung des Urteils an. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte das Urteil mit der Auflage, dass der Physiotherapeut eine eingeschränkte Überprüfung zu absolvieren habe. In der Begründung hat sich das Bundesverwaltungsgericht eingehend mit den Anforderungen und Leistungen eines Physiotherapeuten auseinandergesetzt. Das Berufsrecht unterscheide zwischen Heilberufen, die eigenverantwortlich körperliche oder seelische Leiden behandeln dürfen (Arzt, Zahnarzt, Psychotherapeut, Heilpraktiker), und den Heilhilfsberufen oderGesundheitsfachberufen, die zur Krankenbehandlung grundsätzlich nur aufgrund ärztlicher Verordnung befugt sind. Das gesetzlich fixierte Berufsbild des Physiotherapeuten zählt zur zweiten Gruppe. Allerdings sei die Heilpraktiker-Erlaubnis – anders als die einem Arzt mit der Approbation erteilte Heilbefugnis – teilbar. Es müsse jedoch von einem ausgebildeten Physiotherapeuten zum Schutz der Patienten verlangt werden, dass über die richtige Anwendung der Therapie hinausgehende Kenntnisse aus den verschiedenen medizinischen Fachgebieten darüber vorhanden sind, ob eine Behandlung angezeigt ist.



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