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Das Kreuz mit dem "Kreuz"
Immer wieder ist das Thema "Rückenschmerzen" und die adäquate Behandlungsart im Fokus der...

Das Kreuz mit dem

PRESSESPIEGEL

Nicht nur unter ökonomischen Aspekten stehen diese Leiden im Vordergrund, auch die Diagnostik steht in der Diskussion. Der Nutzen von bildgebenden Verfahren wie Röntgen- oder auch Kernspintomografie wird immer wieder infrage gestellt. Heute geht man davon aus, dass sie zur Diagnose nicht unbedingt hilfreich sind.

Inzwischen wurde auch die Frage laut, ob die ärztliche Therapie mit dem Verschreiben von Arzneimitteln wirklich das Mittel der Wahl ist, ob nicht eine physiotherapeutische Behandlung die bessere oder zumindest nachhaltigere Wirkung erzielen würde.

Die Ärzte Zeitung vom 26. August 2015 verweist auf eine Infografik des Beratungsunternehmens IMS Health (siehe rechte Grafik) und stellt fest: „Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten und hartnäckigsten Diagnosen im Hausarzt-Alltag. Therapeutisch dominieren bei dieser Indikation Arzneimittelverordnungen. Dagegen erhalten nur die wenigsten Patienten auch Physiotherapie.”

Zwei Tage später schlägt die Ärzte Zeitung den Bogen von den Rückenschmerzen zum Direktzugang und räumt ein, dass in diesem Fall vielleicht doch Kosten für das Gesundheitssystem einzusparen wären: „Wenn Patienten mit Rückenschmerzen ohne vorherigen Arztbesuch direkt zum Physiotherapeuten gehen könnten, wäre das unter Versorgungs- und Kostengründen sinnvoll.” Zur Untermauerung dessen wird im Artikel eine Studie aus den USA herangezogen: „Laut einer aktuellen Untersuchung aus den USA verursachen Patienten mit akuten, unspezifischen Rückenschmerzen, die spätestens nach 14 Tagen vom Physiotherapeuten behandelt werden, 60 Prozent weniger Kosten.” Die Studie selbst wird leider nicht näher angegeben.

Auch die Apotheken Umschau nimmt das Thema „Rückenschmerz” und „Direktzugang” im Zusammenhang auf. Autorin Dr. Fabienne Hübener erörtert in ihrem Artikel „Massage ohne Rezept” den Sachverhalt. Sie stellt die politische Seite mit dem Positionspapier der Unionsfraktion dar, geht auf die Positionen der Ärzte und Fachärzte ein und beleuchtet die Nutzen für die Krankenkassen. Als Auslöser für dieses Positionspapier führt sie den Modellversuch der BIG direkt gesund mit dem Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten IFK e.V. an und schreibt: „Laut einer Zwischenauswertung scheinen die vom Physiotherapeuten gewählten Behandlungen bei Rückenleiden ebenso gut, wenn nicht sogar besser anzuschlagen als die vom Mediziner vorgegebenen. Eine aussagekräftige statistische Analyse steht jedoch noch aus.”

Ganz aktuell am 13. Oktober 2015 berichtet nun Werner Bartens in der Süddeutschen Zeitung, dass das Journal of the American Medical Association in seiner aktuellen Ausgabe (Bd. 314, S. 1459, 2015) in einem Beitrag darlegt, dass Physiotherapie bei einem Akutschmerz im unteren Bereich der Wirbelsäule nun doch nicht so wirkungsvoll sei, zumindest anfänglich. Gemäß orthopädischer Leitlinien sei es heutzutage mehr zu empfehlen, vorerst keine Maßnahmen einzuleiten. Werner Bartens: „Inzwischen empfehlen viele orthopädische Leitlinien, bei akuten Rückenschmerzen zunächst nichts zu unternehmen, es sei denn, Beschwerden werden dramatisch schlimmer oder Lähmungen drohen. Bei unkomplizierten Rückenschmerzen zeigt sich, dass vorschnelle Röntgen- und Kernspinaufnahmen, Schmerzmittelgabe und auch Physiotherapie nicht etwa dazu führen, dass es den Patienten besser geht - sondern, dass sie sich länger mit dem Leiden herumplagen und es für schlimmer halten, als es ist.”

Reinhild Karasek

Die Links zu den zitierten Artikeln finden Sie hier.

Die Grafik des Beratungsunternehmens IMS Health lesen Sie hier.



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