Thera-bizDas Magazin für Ihren wirtschaftlichen Erfolg

- Anzeige -

- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -
- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -- Anzeige -

Blick in die Zukunft
Kongress theravision in Berlin am 15.Oktober 2016 in Berlin – Visionen haben und in die Zukunft blicken,...

Blick in die Zukunft

Visionen haben und in die Zukunft blicken, unter diesem Motto stand theravision. Die Veranstaltung, die von eGym Physio ins Leben gerufen worden war, fand dieses Jahr erstmalig am 15. Oktober 2016 in Berlin statt

Dem Kongressmotto getreu hatten die Organisatoren eine renommierte Zukunftsforscherin eingeladen: Jeanette Huber, Referentin, Autorin und Strategieberaterin im Zukunftsinstitut.

Megatrends und ihr Einfluss auf die Gesundheitsbranche

Jeanette Huber stellte in ihrem Vortrag „Der neue Patient, die neue Rolle der Therapeuten“ heraus, welche Megatrends sich heute schon abzeichnen und den Gesundheitsmarkt von morgen prägen werden. Begriffe wie Downaging – damit ist gemeint, dass immer mehr Menschen im Alter mental und physisch jung sind und es auch bleiben wollen – Individualisierung und Vernetzung werden im Gesundheitsbereich eine tragende Rolle spielen. Gesundheitstypologien ändern sich, da beispielsweise mit dem Einsatz der Technik mehr Männer sich genauso wie Frauen für Gesundheitsfragen interessieren.

Aufgrund dieser Veränderungen ist nach Ansicht der Zukunftsforscherin mehr als je zuvor die Empathie des Therapeuten gefragt, um auf die neuen Zielgruppen, zum Beispiel auf die „jungen Alten“ individuell zuzugehen.

Der Physiotherapeut wird zum Health Coach, einem Begleiter zur Gesundheitsbeibehaltung und -steigerung. Bei den aufgeschlossenen Patienten von morgen, die sich ihr Wissen aus dem Internet holen und mittels Tracking ihre Gesundheitsdaten selbst kontrollieren, reiche Fachwissen allein nicht mehr aus, so die Zukunftsforscherin. Als Gesundheitsexperte nehme der Physiotherapeut zukünftig eher eine beratende denn belehrende Rolle wahr, indem er für den Patienten die Informationen sortiere und Sinnzusammenhänge herstelle, ihnen einen Überblick verschaffe und sie beim Transfer in den Alltag unterstütze, individuell auf ihren Daten basierend. Das Ziel: die Steigerung der Lebensqualität.

Jeanette Huber gestaltete ihren Vortrag interaktiv, indem sie zur Gruppenarbeit einlud. Erörtert wurden in Kleingruppen konkrete, von Jeanette Huber vorgegebene Fragen, die auf den Praxisalltag zielten. Beim sogenannten Boxenstopp wurde dann dem Teilnehmer, der sich meldete, um von den Ergebnissen ihrer Gruppendiskussion zu berichten, ein grüner Würfel zugeworfen. Das brachte Leben in die Kongressgesellschaft.

An der anschließenden Podiumsdiskussion beteiligten sich die Referenten Jeanette Huber, Professorin Dr. Claudia Winkelmann und Andreas Bredenkamp neben den Experten aus der Praxis, Marco van Hees und Marc Wisner. Anja Gottschalk- Wenk, Director Physio bei eGym, moderierte.

Die Statements drehten sich um die Stellung des Physiotherapeuten in der Zukunft und die Kommunikation zwischen Patient und Therapeut. Der notwendige betriebswirtschaftliche Blick auf den Markt sowie die Chancen und Herausforderungen des Berufsbildes kamen zur Sprache.

Wissenschaftliches, Theoretisches und Praktisches – für jeden etwas

Ein medizinisch-wissenschaftlicher Vortrag von Dr. Sven Zeißler vom Sportpark Zwickau schloss sich an. Der Sportwissenschaftler ging auf die Volkskrankheit Diabetes ein und inwiefern Krafttraining Diabetikern zugutekommt. Kraft- und Ausdauertraining haben bereits seit längerem Eingang in die Versorgungsleitlinien Diabetes gefunden.

Der Sportwissenschaftler ging auf die Volkskrankheit Diabetes ein und inwiefern Krafttraining Diabetikern zugutekommt. Kraft- und Ausdauertraining haben bereits seit längerem Eingang in die Versorgungsleitlinien Diabetes gefunden.

Professorin Dr. Claudia Winkelmann näherte sich einem eher trockenen Thema. Die ausgebildete Physiotherapeutin, promovierte Gesundheitsökonomin, Studiendekanin des Studienzentrums Gesundheit und Studiengangsleiterin Interprofessionelle Gesundheitsversorgung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim referierte über Analyseinstrumente in der Betriebswirtschaft, insbesondere über die SWOT-Analyse, und verglich deren Notwendigkeit mit dem Befund in der Physiotherapie.

Nach den beiden theoretischen Abhandlungen war wieder Aktivität und Praxis angesagt. In einem Workshop konnten die Kongressteilnehmer die Geräte von eGym und flexx in einem separaten Raum kennenlernen und selbst ausprobieren, flankiert von einem Best-Practice-Vortrag. Christian Hasler, Inhaber von next level.physio in Schweinfurt, erzählte aus seiner Therapieeinrichtung und berichtete, wie er bei Patienten eine Strukturänderung, die ein Physiotherapeut nicht an der Bank herbeiführen könne, durch Training erziele, nach der Maxime: Mobilität vor Stabilität.

Den Abschluss bildete das Referat von Kommunikationscoach, Sportwissenschaftler und Germanist Andreas Bredenkamp. Er ging auf die verschiedenen Rollen ein, die ein Physiotherapeut einzunehmen hat. In der Therapie sei eine andere Betreuung gefragt als auf der freien Trainingsfläche, so der Referent. Diese Unterschiede würden sich auch in der Kommunikation niederschlagen. Bredenkamp blieb jedoch nicht auf der theoretischen Ebene stehen. Er führte anhand eines Rollenspiels vor Augen, wie ein Gespräch zwischen Therapeut und Kunden auf der Trainingsfläche auf Augenhöhe ablaufen und der Therapeut so gleichzeitig Neukundengewinnung und Kundenbindung erreichen könnte.

Die Erwartung progressiver Ideen und praxisnaher Erkenntnisse für eine erfolgreiche Physiotherapie von morgen – laut Ankündigung – erfüllten die Referate durchaus. Vor allem der Vortrag von Jeanette Huber ging in diese Richtung und erzielte auch entsprechend hohe Aufmerksamkeit.

Reinhild Karasek



Loggen Sie sich jetzt ein und lesen Sie den gesamten Beitrag!


« zurück

Bitte aktualisieren Sie Ihren Internet Explorer.
Internet Explorer 8 herunterladen
Ihr Online Team