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Allround-Dienstleister
Betrieblicher Gesundheitsmanager für Unternehmen – Ein Studienberater der Weiterbildung BGM...

Allround-Dienstleister

Wenn Physiotherapeuten auf der Suche nach einem zweiten Standbein sind, stoßen sie häufig auf die Möglichkeiten, die ihnen der Wachstumsmarkt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bietet. Mit der Weiterbildung „Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“ schaffen sich viele Physiotherapeuten das entsprechende Fundament, um die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Haben Physiotherapeuten Vorteile durch ihr Vorwissen, welche Perspektiven eröffnen sich nach der Weiterbildung und welche Chancen haben sie am Markt? THERA-BIZ unterhielt sich mit Simon Kellerhoff, Diplom- Sportwissenschaftler. Er betreut am IST-Studieninstitut den Fachbereich Wellness & Gesundheit.

THERA-BIZ: Herr Kellerhoff, welche Erfahrung haben Sie speziell mit Physiotherapeuten in der Weiterbildung gemacht?

Simon Kellerhoff: Sie stellen eine große Teilnehmergruppe in der ISTWeiterbildung „Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“, da sie oft über den Tellerrand der Gesundheitsförderung schauen und den Managementprozess an sich kennenlernen möchten.

Welche Vorteile bringen Physiotherapeuten in die Weiterbildung BGM mit?

Physiotherapeuten sind in der Regel sehr sozial eingestellte Persönlichkeiten. Darüber hinaus sind sie bestens vertraut mit präventiven Ansätzen und der Arbeit mit Menschen. Voraus haben sie vielen anderen Teilnehmern, dass sie aufgrund ihrer Erstausbildung viele Maßnahmen gleich selbst anbieten und darüber hinaus mit den Krankenkassen abrechnen können. Des Weiteren haben Physiotherapeuten häufig ein großes Netzwerk in Form von Patienten. In diesem Netzwerk schlummern eventuell unentdeckte Potenziale, beispielsweise Geschäftsführer kleiner und mittelständischer Unternehmen, die hellhörig werden, wenn ihnen ihr „Physio des Vertrauens“ das Thema BGM ans Herz legt.

Welche Geschäftsfelder können sich Physiotherapeuten mit dieser Weiterbildung eröffnen?

Sie können sich als BGM-Berater oder BGM-Dienstleister selbstständig machen. Auch eine Festanstellung bei BGMBeratungsunternehmen oder -Dienstleistern ist möglich. Zudem gibt es zahlreiche Stellen in Betrieben, die BGM-Manager suchen. Auch Krankenkassen interessieren sich immer wieder für Mitarbeiter, die im Thema sind und ihre Versicherten und Kunden beraten können. Besonders naheliegend ist allerdings, dass sie ihr eigenes Portfolio erweitern und versuchen, Firmen als Kunden zu gewinnen. Der Schwerpunkt kann im Bereich BGF (betriebliche Gesundheitsförderung) liegen, beispielsweise mit Gesundheitschecks, mobilen Massagen, Rückenschule oder Entspannungskursen. Das hinzugewonnene Know-how über Betriebliches Gesundheitsmanagement erlaubt es ihnen dann – über die Maßnahmenebene hinaus – zu beraten oder ein maßgeschneidertes BGM zu entwickeln, zu implementieren und erfolgreich zu begleiten oder zu leiten.

Welche Themen sind für die Physiotherapeuten neu?

Wir konzentrieren uns ganz bewusst auf den Managementpart und lassen die betriebliche Gesundheitsförderung außen vor. Das heißt, für Inhalte wie Anatomie und Physiologie, medizinische Grundlagen oder Entspannungsmethoden ist kein Platz in der Weiterbildung. Somit gibt es für Physiotherapeuten neues Wissen und keine Wiederholungen. Besonderen Wert legen wir auf die Kommunikation. Ein Seminar widmet sich dem Thema Moderation, das andere dem Thema Präsentation. Beide haben als Basis immer das Thema BGM. So erarbeiten unsere Dozenten die kommunikativen Fähigkeiten der Teilnehmer stets anhand von Beispielen aus diesem Metier. Diese Fähigkeiten sind später im BGM äußerst wertvoll, um nicht zu sagen notwendig, weil der Betriebliche Gesundheitsmanager ein Netzwerker ist. Ihm fällt die Rolle zu, die einzelnen Stakeholder zusammenzubringen und auch zu überzeugen. Er moderiert Gesundheitszirkel und Steuerungskreise mit allen Beteiligten, bis hin zum Geschäftsführer oder Vorstand. Bei vielen Physiotherapeuten sorgen solche Vorstellungen für Respekt. Außerhalb ihrer bisherigen Kernkompetenz und ihrer Behandlungskabine oder Praxis begeben sie sich im Gegensatz zu vielen anderen Teilnehmern auf unbekanntes Terrain, denn Büros, Unternehmen, Konferenzräume und Meetings gehören von Hause aus nicht zu ihrem täglichen Umfeld. Auch bei BWL-Hintergründen oder betriebswirtschaftlichem Denken zeigen einige Physiotherapeuten Schwächen.

Welche Entwicklung nahmen Physiotherapeuten nach dieser Weiterbildung?

Physiotherapeuten im Kurs haben meist schon den Fuß in der Türe von einem oder mehreren Betrieben. Der Schwerpunkt liegt dabei in einzelnen Präventionsmaßnahmen. In vielen Firmen steht aber der nächste Schritt an, die Einführung eines BGM. Viele Physiotherapeuten sehen hier ihre Marktchance. Sie bauen das Thema Beratung aus und werden zum Allround- Dienstleister für Unternehmen. Von der Analyse und Planung bis zur Umsetzung eines BGM aus einer Hand inklusive entsprechender gesundheitsförderliche Maßnahmen im Sinne der Verhaltensprävention.

Welche Vorteile ergeben sich aus dem Fernstudium am IST?

Das Fernstudium, so wie wir es interpretieren, bringt maximale Flexibilität für den Teilnehmer und ist hoch effizient. Theoretische Grundlagen werden über Studienhefte vermittelt, was dem Teilnehmer erlaubt, in seinem Tempo zu lernen, wann und wo immer er möchte. Das Wissen der Studienhefte wird in Präsenzveranstaltungen vertieft und auf die Praxis transferiert. Des Weiteren gibt es beim IST den Online- Campus. Er ist eine Informationsbasis, die es ermöglicht, mit Tutoren des IST und anderen Studierenden im Austausch zu bleiben.

Wie können sich die Studierenden motivieren, wenn sie mal einen Durchhänger haben?

Eigeninitiative ist sehr wichtig. Wer sich für das Thema entschieden hat, weiß allerdings schon, wohin er damit will. Und es gilt nach wie vor: Nach der Ebbe kommt die Flut. D.h. die Teilnehmer sollten sich auch mal eine kurze Pause nehmen, aber nicht aufgeben und keinesfalls das Ziel aus den Augen verlieren. Aus der täglichen Praxis wissen wir, dass immer mal wieder ein Motivationsloch auftreten kann. Die Gründe sind sehr unterschiedlich. Wir stehen für Fragen unserer Studierenden immer gerne zur Verfügung und helfen auch individuell.

Was bringen die Präsenzveranstaltungen?

Die Präsenzveranstaltungen werden von BGM-Experten geleitet. Sie verfügen über einen großen Erfahrungshorizont und kennen das Thema aus der täglichen Praxis. Sie unterrichten nicht frontal, sondern sind Dozenten zum Anfassen, die die Teilnehmer von ihrem Wissen profitieren lassen. Darüber hinaus können die Studierenden sich untereinander vernetzen. Inhaltlich sind die Präsenzveranstaltungen bedeutsam, weil die Theorie praktisch erlebbar wird. Hinzu kommt der gewählte Kommunikationsschwerpunkt. Kommunikation kann man zwar theoretisch durch Lesen lernen, aber Kommunikation findet praktisch statt und muss real vermittelt werden. Speziell im Hinblick auf die Prüfungssituation, in der dem Prüfungsausschuss der IHK ein Implementierungskonzept präsentiert werden muss, ist ein Präsentationsseminar im Vorfeld natürlich ratsam.

Welche Tipps können Sie den Absolventen mit auf den Weg geben?

Das IHK-Zertifikat öffnet Türen, das ist das Erste. Wenn sich jemand selbstständig machen möchte, sollte gute Vorarbeit geleistet werden. Was sind Alleinstellungsmerkmale, an welche Auftraggeber möchte ich mich wenden, wie sieht mein Portfolio aus. Dies sind nur einige Dinge, die Absolventen im Vorfeld klären müssen. Dann brauchen sie einen guten Auftritt, ein Netzwerk im Rücken und zudem eine hohe Frustrationsschwelle. Denn auch, wenn es genug potenzielle Kunden gibt und BGM ein Wachstumsmarkt ist, so werden Kunden nicht von alleine kommen, Akquise gehört eben auch zur Selbstständigkeit.

Diejenigen, die aus ihrem derzeitigen Unternehmen in die Weiterbildung entsandt wurden und die nun den Part des betrieblichen Gesundheitsmanagers ausüben sollen, haben das entsprechende Handwerkszeug und sie können in die Umsetzung gehen. Auch bisherige Gesundheitsdienstleister mit primärem Schwerpunkt im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung besitzen nun weitere Fähigkeiten, um Bestands- oder Neukunden entsprechenden Support zu liefern und bei der Implementierung zu unterstützen. Für jene, die eine Festanstellung suchen, kommen mehrere Wege infrage. Man kann in einem Unternehmen arbeiten, das BGM hat oder mit eigenen Mitarbeitern aufbauen möchte. Der andere Weg ist für ein Unternehmen zu arbeiten, das Lösungen im BGM anbietet: Analysen, Kommunikation, Gesundheitschecks, Veranstalter von Gesundheitstagen etc.

Es handelt sich beim BGM um eine recht junge Disziplin und ein Feld, in dem sich immer mehr Player tummeln. Obgleich es sich um einen Wachstumsmarkt handelt, spüren einige Dienstleister schon jetzt einen starken Wettbewerb, vielleicht auch Verdrängungswettbewerb. Nur wer gut ist, wird auf Dauer erfolgreich sein. Zum anderen sind viele Stellen aktuell nicht in den üblichen Stellenbörsen zu finden. Jene Absolventen, die eine Festanstellung im BGM-Bereich suchen, brauchen vor allem zwei Dinge: Geduld und Akribie – beides wird bei der Marktlage sicher belohnt.

Gibt es ein Netzwerk für die Zeit danach?

Viele Teilnehmer vernetzen sich miteinander in WhatsApp-Gruppen, über Xing, Facebook usw. Daneben gibt es einen Branchenverband, den Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement. Mit unserer Stellenbörse www.joborama.de unterstützen wir Absolventen bei der Stellensuche und Unternehmen bei der Nachbesetzung vakanter Positionen. An weiteren Möglichkeiten, wie einem Alumni- Programm, arbeiten wir aktuell.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Reinhild Karasek.

 

 

 

 

 



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